Anzeige
17. Oktober 2005, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Banken vor großen Herausforderungen

Knapp jeder dritte Banker erwartet, dass sich die Geschäfte der Kreditinstitute in den kommenden drei Jahren besser entwickeln als die gesamte deutsche Wirtschaft. Das zeigt der “Branchenkompass Kreditinstitute”, eine aktuelle Studie der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Basis der Studie ist eine Forsa-Umfrage unter 100 Top-Managern der Branche. Nur gut jeder zehnte Befragte meint, dass die Kreditwirtschaft unterdurchschnittlich abschneidet. Die Hälfte geht davon aus, dass sich die Branche bis zum Jahr 2007 im selben Tempo entwickeln wird wie die Gesamtwirtschaft.Klar ist aber der Trend, dass Sparkassen und Genossenschaftsbanken skeptisch bleiben: Beide Verbünde müssen um den Erhalt ihrer Position als Marktführer kämpfen und verlieren wichtige Marktanteile an Direktbanken und Finanzvertriebe, so die Studie.

Größte Herausforderung der Geldinstitute ist in den nächsten drei Jahren der zunehmende Wettbewerb, vornehmlich durch Versicherer und freie Finanzvertriebe. Zwei von fünf Bankmanagern nennen die Konkurrenzsituation in offener Fragestellung spontan als größte Herausforderung. Vor zwei Jahren lag der Anteil noch bei lediglich 18 Prozent. Besonders scharf ist der Wettbewerb für Banken mit dem Schwerpunkt auf Privatkunden (44 Prozent). Die Bankenaufsicht rückt als Herausforderung von der fünften an die zweite Stelle. 27 Prozent der Befragten sehen hier den größten Handlungsbedarf. Im Vorjahr waren es erst 15 Prozent.

Die Banken werden in den kommenden drei Jahren für den Vertrieb mehr ausgeben als bisher. Im Durchschnitt ist mehr als jeder vierte Euro der Investitionen hierfür reserviert, während in der Dreijahresplanung des Vorjahres nur 21,6 Prozent vorgesehen waren. Insgesamt wollen 70 Prozent der Institute mehr investieren als im Vorjahr. Neben dem Vertrieb ist ihnen das Kundenmanagement wichtig: Dieser Posten steigt von 13,1 auf 15,7 Prozent der Investitionen. Insgesamt will jedes zweite Institut seine Budgets für das Kundenmanagement ausweiten.

Wer es nicht schafft, sich rechtzeitig solide aufzustellen, wird laut Studie auf Fusionen angewiesen sein: Bis zum Jahr 2007 wird sich die Bankenbranche in Deutschland weiter konsolidieren. Von den 100 befragten Banken planen in den kommenden drei Jahren 43 Investitionen in Fusionen und Übernahmen. 40 dieser Institute wollen bis dahin mit anderen Instituten fusionieren. Am stärksten ist der Trend zur Verschmelzung mit 56 Prozent im Sektor der Genossenschaften zu spüren.Deren Zahl hat sich seit 1990 in Deutschland mehr als halbiert. Im selben Zeitraum schrumpfte die Zahl der Sparkassen um 40 Prozent.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

GDV: Senioren ab 75 sollen zum Fahrtest

Die Versicherer fordern, dass Autofahrer ab dem 75. Lebensjahr eine verpflichtende Kontrollfahrt absolvieren, um ihre Fahrtüchtigkeit testen zu lassen. “Die Unfallforschung der Versicherer wird in diesem Jahr Standards für eine solche Testfahrt entwickeln”, erklärte Siegfried Brockmann, Chef der Unfallforschung des GDV, in der “Westfalenpost”.

mehr ...

Immobilien

Baubranche fordert Ende des Vorschriften-Dschungels

Angesichts des Wohnungsmangels in vielen deutschen Städten hat die Baubranche eine Vereinheitlichung des Vorschriften-Dschungels der 16 Bundesländer gefordert.

mehr ...

Investmentfonds

Trump könnte Märkte enttäuschen

Von Donald Trump erwarten die Investoren derzeit viel. Allerdings könnte schon bald die Enttäuschung folgen. Die Lage ist keinesfalls entspannt. Gastkommentar von Karsten Junius, Bank J. Safra Sarasin AG

mehr ...

Berater

Fondsnet baut institutionelle Kundenbetreuung aus

Der Erftstadter Maklerpool Fondsnet stärkt die Beratung und Betreuung institutioneller Kunden. Marc Blum (50) unterstützt seit 1. November 2016 als Ansprechpartner den Geschäftsbereich Fund-Servicing, der für eine Vielzahl von Dienstleistungen rund um die Betreuung und Verwaltung von Investmentfonds steht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Marke Brenneisen Capital wird veräußert

Manfred Brenneisen, Chef der Brenneisen Capital mit Sitz in Wiesloch, veräußert den Geschäftsbereich Spezialvertrieb für Sachwertanlagen samt Markennamen. Die persönliche Kontinuität für die Geschäftspartner soll gewahrt bleiben.

mehr ...

Recht

Privathaftpflicht: “Billigkeit” kein Anspruchsgrund für Schadensersatz

Die Privathaftpflichtversicherung dient, im Gegensatz zur Pflichtversicherung, dem Schutz des Versicherten. Ein Schadensersatzanspruch besteht somit nur dann, wenn die gesamten Umstände des Falles eine Haftung des schuldlosen Schädigers aus Billigkeitsgründen geradezu erfordern.

mehr ...