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14. Dezember 2005, 00:00
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Bankmanagergehälter wachsen langsam

Die Gehälter leitender Angestellte in der Finanzbranche stiegen im Jahr 2005 um 3,3 Prozent.
Im Durchschnitt erzielte ein Manager der ersten Führungsebene unter dem Vorstand ein Jahresgesamtgehalt von 108.000 Euro (2004: 105.000 Euro) und auf der zweiten Ebene 83.000 Euro (2004: 80.000 Euro).
Dies sind Ergebnisse der Vergütungsstudie ?Leitende Angestellte in Banken 2005?, durchgeführt von der Managementberatung Kienbaum, Gummersbach.

?In der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist flexibles, unternehmerisches Denken und Handeln sowie eine hohe Einsatzbereitschaft aller Mitarbeiter, vor allem aber der Führungskräfte unabdingbar. Eine angemessene Vergütung ist ein entscheidender Parameter dafür, dass sich leistungsstarke Manager engagiert für die Unternehmensziele einsetzen. Führungskräftevergütung, die sich aus festen und variablen Bestandteilen zusammensetzt, ist dabei die effektivste Vergütungsform, die zugleich hohe Motivation erzeugt?, so Christian Näser, Mitglied der Geschäftsführung bei Kienbaum.

An der Studie beteiligten sich insgesamt 110 Kreditinstitute, die Daten zu 2.016 Positionsinhabern meldeten. Ausschlaggebend für die Höhe der Vergütung ist neben der ausgeübten Funktion auch die Bankart des Instituts. Die höchsten Gehälter werden bei Privatbanken erzielt, während Führungskräfte der Genossenschaftsbanken am wenigsten verdienen. Dabei ist die Spannbreite der Jahresgesamtbezüge außerordentlich groß: sie reicht von unter 40.000 Euro bis über 200.000 Euro.

Der Trend zur variablen Vergütung setzt sich fort, da die Verbindung von Vergütungshöhe und Erfolg des Unternehmens die Identifikation der Führungskräfte mit den Zielen des Kreditinstituts steigert. Auf der ersten Führungsebene sind 73 Prozent der Führungskräfte tantiemenberechtigt. Für sechs Prozent fiel die Bonuszahlung 2004 wegen Nichterreichung der Ziele aus. Wird der Bonus ausgezahlt, so kann der variable Gehaltsanteil je nach Art der Bank durchschnittlich zwischen 7.000 und 35.000 Euro betragen. Die Größe der Bank ist dabei einer der entscheidenden Parameter für die Gehaltshöhe. Je größer das Unternehmen ? gemessen an Bilanzsumme oder Beschäftigtenzahl ? desto höher die Bezüge der Führungskräfte. Führungspositionen in größeren Instituten sind komplexer angelegt, stellen höhere Anforderungen und sind mit höherer Verantwortung für Erfolgsfaktoren, Budgets und Personal verbunden. So verdient laut Studie eine Führungskraft der ersten Ebene in einer öffentlich-rechtlichen Bank bei einer Bilanzsumme von 500 bis 1.000 Million Euro durchschnittlich 65.000 Euro, während sein Kollege in einer Bank mit einer Bilanzsumme über 5.000 Millionen Euro durchschnittlich 130.000 Euro verdient.

Neben der jeweiligen Bankgröße wird in der Finanzbranche auch Berufs- und insbesondere Führungserfahrung entsprechend honoriert. Führungskräfte der ersten Ebene sind im Durchschnitt 46 Jahre, gehören seit 15 Jahren ihrer Gesellschaft an und sind seit sechs Jahren in ihrer derzeitigen Position. Verdient ein 30 bis 35 Jahre alter Manager in einer Privatbank 129.000 Euro, so erhält sein 55 bis 60 Jahre alter Kollege 162.000 Euro. Hingegen verdient ein 30 bis 35 Jahre alter Manager bei einer Genossenschaftsbank lediglich 78.000 Euro.

Die Vergütungsstudie ?Leitende Angestellte in Banken? ist für 850 Euro plus Mehrwertsteuer direkt bei der Kienbaum Vergütungsberatung, Gummersbach, erhältlich.

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