Anzeige
22. März 2005, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Cash.-Vertriebsmeeting: Neue Visionen

Im Frankfurter Airport Hotel Steigenberger fand am 21. März 2005 ein Meeting kleiner und mittlerer Finanzvertriebe statt. Wie beim ersten Event dieser Art (siehe Cash. 12/2004) unterstützte die Multiconsult GmbH, Martinsried bei München, den regen Informationsaustausch logistisch. Mehrere Referenten nahmen zu den wichtigsten Themen in der Finanzdienstleistung vor rund 30 Besuchern ausführlich Stellung.

So erläuterte Alfred J. Kremer, Geschäftsführender Gesellschafter der Multiconsult, die Zukunft der Vertriebe innerhalb der Finanzdienstleistung und bemängelte die vielerorts fehlenden Visionen der Führungskräfte im Vertrieb. Zudem sollten die sich verändernden Rahmenbedingungen stets im Auge behalten werden und der Vertrieb stets dahingehend neu aufgestellt werden. Kremer nannte eine Vielzahl von Möglichkeiten, darunter das Überdenken der Gesellschaftsform, der Abbau von Hierarchieebenen, die talentgerechte, individuelle Ausbildung sowie der in der Finanzdienstleistungsbranche noch viel zu selten durchgeführte Einsatz einer professionellen Unternehmensberatung.

Stefan Giesecke, Vertriebsvorstand der aspecta, Hamburg, erläuterte, inwieweit das Alterseinkünftegesetz (AEG) große Chancen für den Vertrieb bietet, auch wenn sich viele in der Branche längst nicht ausreichend mit den Möglichkeiten und Anforderungen des AEG beschäftigt haben. ?Die Versicherer haben erstmals die Chance auf einfache Art und Weise steuerliche Vorteile im Beratungsalltag zu verkaufen?, so Giesecke.

Er betonte weiterhin, die unterschätzte Bedeutung der EU-Versicherungsvermittlerrichtlinie für die Marktstrukturen. Insbesondere die Pflicht zur Vermögensschaden-Haftpflicht werde viele Vermittler schwer treffen. Dabei könne man sich hierzulande mit monatlichen Tarifen von 900 bis 1300 Euro noch glücklich schätzen. ?In Polen kostet eine VSH 2.000 Euro, in Großbritannien bereits 3.000 bis 5.000 Euro?, betonte Giesecke, dessen Fazit lautete: Das Berufsbild Vermittler werde sich insgesamt positiv verändern; bei erheblicher Verknappung der Vertriebsressourcen.

Cash.-Herausgeber Dr. Dieter E. Jansen informierte im Folgenden über die neuesten Trends zur Berater-Haftung und teilte dem Auditorium seine kürzlich auf dem jüngsten DFI-Seminar gewonnenen Einsichten mit. So gingen nach wie vor rund 70 Prozent der Haftungsfälle vor Gericht zuungunsten des Anlegers aus. Der BGH habe die Vermittler kürzlich insoweit entlastet, dass sie lediglich zumutbare Nachforschungen über die von ihnen vermittelten Produkte anstellen müssten. Cash. werde, so Jansen weiter, förderhin ?hautnah am Markt segeln? und plane, ein Vertriebsforum ins Leben zu rufen, in das die regelmäßigen Treffen unabhängiger mittelständischer Finanzvertriebe münden könnte.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...