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15. April 2005, 00:00
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Rekord bei Deutsche Vermögensberatung

Die Deutsche Vermögensberatung AG, Frankfurt/Main, hat ihre Umsatzerlöse im Inland in 2004 um mehr als 230 Millionen Euro auf 913,8 Millionen Euro gesteigert. Das entspricht einem Plus von 33,7 Prozent. Damit hat das Unternehmen nach eigenen Angaben das beste Ergebnis ihrer 30-jährigen Geschichte erzielt. Zusammen mit seinen Aktivitäten in Österreich konnte das Unternehmen in 2004 Umsatzerlöse in Höhe von 934 Millionen Euro verbuchen.

Außerdem wurde laut Deutsche Vermögensberatung der Kundenbestand in 2004 um rund 300.000 erhöht. Der vermittelte und betreute Bestand erreichte den Wert von 117,4 Milliarden Euro Vertragssumme (plus elf Prozent). Die Zahl der Berater betrug Ende 2004 32.400; ein Plus von 7,7 Prozent gegenüber 2003. Knapp über die Hälfte davon arbeiten nebenberuflich und tragen nach einer Schätzung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Reinfried Pohl maximal zu einem Drittel der gesamten Provisionserlöse bei.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Deutschen Vermögensberatung ist im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent auf 160,4 Millionen Euro gestiegen. Der Jahresüberschuss hat sich um 26,1 Prozent auf 89,8 Millionen Euro erhöht. Die Deutsche Vermögensberatung hat sich im Geschäftsjahr 2004 zum stärksten Vertriebsweg innerhalb der gesamten AMB Generali Gruppe entwickelt. So wurde bei den gebuchten Beiträgen ein Anteil von annähernd 27 Prozent erreicht. Der laufende Beitrag des Bestandes beläuft sich mittlerweile auf 3,5 Milliarden Euro.

Beim Beitragsaufkommen der Partnergesellschaften in der AMB Generali Gruppe sind bereits 52,5 Prozent auf die Vermittlungstätigkeit der Deutschen Vermögensberatung zurückzuführen. Mit 80,1 Prozent besonders hoch ist der Geschäftsanteil der Deutschen Vermögensberatung im Neugeschäft der AachenMünchener Lebensversicherung AG.

In besonderem Maße zum Erfolg beigetragen hat das Geschäft mit der Riester-Rente: Mit rund 68.000 Abschlüssen in 2004 beziehungsweise einem Marktanteil von 21 Prozent reklamiert die Deutsche Vermögensberatung im Neugeschäft mit Riester-Renten die Marktführerschaft in diesem Segment. Seit Markteinführung hat das Unternehmen rund. 550.000 Riester-Policen vermittelt, im ersten Quartal 2005 lag die Zahl bei 32.000.

Unternehmensgründer Pohl kritisierte auf der Bilanzpressekonferenz die Bundesregierung, sie habe ?dem Produkt Lebensversicherung großen Schaden zugefügt? und sei mitverantwortlich für die Goldgräberstimmung, die Ende vergangenen Jahres zu einem Run auf die Lebensversicherungen geführt habe. Bei der Bevölkerung und bei weiten Teilen der Vermittler sei der Eindruck entstanden, das Produkt LV lohne sich ab 2005 nicht mehr.

Mitverantwortlich machte Pohl dabei auch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Berlin, der die vielerorts übertriebene Werbung vieler Lebensversicherer nicht eingedämmt habe. Neben den Zahlen für 2004 ging Pohl auch auf das erste Quartal 2005 ein. So seien in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres die Umsatzerlöse im zweistelligen Bereich gestiegen.

Ein nicht näher quantifizierter Rückgang bei den Abschlüssen von Lebensversicherungen sei durch andere Produkte wie die im Dezember 2004 eingeführte fondsbasierte Wunschpolice mehr als kompensiert worden. Weitere Wachstumsimpulse sollen in 2005 vor allem von dem Riester-Geschäft sowie der betrieblichen Altersversorgung ausgehen. Die Rürup-Rente hingegen bezeichnete Pohl als ?weitere Fehlleistung des Gesetzgebers?, sie sei in der vorliegenden Form ohne jede Chance am Markt. Die Deutsche Vermögensberatung habe in 2004 lediglich 540 Rürup-Policen abgesetzt und diese nicht aktiv angeboten.

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