Anzeige
Anzeige
15. September 2006, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BaFin bleibt bei Reithinger hart

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat amDonnerstag für die Privatbank Reithinger GmbH & Co. KG, Singen, denEntschädigungsfall festgestellt. Damit liegen die gesetzlichenVoraussetzungen dafür vor, dass die Entschädigungseinrichtungdeutscher Banken GmbH (EdB), Berlin, die Anleger entschädigen kann.Bevor die EdB jedoch das Geld an die Kunden auszahlen kann, muss sie die Namender Einleger feststellen und ermitteln, wie hoch deren Forderungen sind.Sie wird zu diesem Zweck unaufgefordert an die Einleger herantreten.Wie lange das Entschädigungs-verfahren bei der EdB dauern wird, ist derzeit noch nicht absehbar.Die Bonner Behörde hatte am 2. August 2006 hatte über die Privatbank Reithinger einMoratorium verhängt und ihr die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften entzogen (cash-online berichtete).

Die Finanzaufsicht musste aus zwei Gründen den Entschädigungsfall feststellen:Zum einen dauerte das Moratorium, das sie über die PrivatbankReithinger verhängt hatte, länger als sechs Wochen. Zum anderen wardas Institut nicht mehr in der Lage, sämtliche Einlagen zurückzuzahlen.Die Geschäftsleitung der Bank hatte der Aufsicht die Überschuldung desInstituts selbst angezeigt. Darum hat die BaFin am Donnerstag beimAmtsgericht Konstanz die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über dasVermögen des Bankhauses beantragt.

Der Eigentümer der Bank Klaus Thannhuber hatte gestern über seinen Rechtsanwalt Dr. Michael Scheele angekündigt, im Laufe des heutigen Tages im Rahmen einer Pressemitteilung zu den Vorgängen Stellung zu nehmen. Der Jurist erklärte darüber hinaus gegenüber cash-online, dass es bereits einen Interessenten für die Bank gebe, der allerdings noch nicht durch die BaFin akzeptiert worden sei.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Generali: Alternativen zur Klassik legen zu

Die Generali in Deutschland konnte ihr operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 auf 847 Millionen Euro erhöhen, ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtkosten sanken um 117 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro.

mehr ...

Immobilien

WIKR: Präzisierungen bei Immobilienkrediten

Die umstrittenen strengen Vorgaben für die Vergabe von Immobilienkrediten werden nachgebessert. Der Bundestag beschloss am Donnerstag Präzisierungen zu der seit einem Jahr geltenden “Wohnimmobilienkreditrichtlinie”.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: JP Morgan prüft Dublin als neuen Standort

Der kommende EU-Austritt Großbritanniens zwingt in London angesiedelte Banken zur Suche nach neuen Domizilen. So erwägt auch die US-Investmentbank JP Morgan eine Verlagerung von Arbeitsplätzen und verhandelt derzeit laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Donnerstag über den Kauf eines Bürogebäudes in Dublin.

mehr ...

Berater

“Als ich anfing, war es geradezu exotisch, sich mit Frauen zu beschäftigen”

Heide Härtel-Herrmann ist seit über 30 Jahren als Beraterin tätig. Mit Cash. hat sie über ihren Werdegang, Frauen in der Finanz- und Versicherungsbranche und die Bedürfnisse weiblicher und männlicher Kunden gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

S&K-Gründer mit Strafen am unteren Rand auf freiem Fuß

Der Betrugsprozess um das Immobilienunternehmen S&K hat sich in Teilen als undurchführbar erwiesen. Nach einem Deal mit der Justiz kommen die Gründer mit Strafen am unteren Rand davon.

mehr ...

Recht

BGH stärkt prozessualen Rechtsschutz von Versicherungsnehmern

Klagt ein Versicherungsnehmer gegen einen Versicherer mit Sitz im Ausland, gilt die für den Versicherungsnehmer vorteilhafte Regelung des Gerichtsstandes in dessen Bezirk – auch wenn es sich um Ansprüche aus “Altverträgen” handelt, die vor Inkrafttreten des reformierten VVG geschlossen wurden.

mehr ...