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19. Mai 2006, 00:00
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Finanzdienstleister: Innovation gefragt

Der Wettbewerb in der Finanzdienstleistungsbranche erfolgt nicht in erster Linie über den Preis. Das ist ein Ergebnis einer Studie, die das Beratungs- und Technologieunternehmen Cincom Systems, Schwalbach, gemeinsam mit der Universität Hannover und der französischen Université de Pau initiiert hat. Untersucht wurde, welche Distributionsstrategien europäische Finanzdienstleister bis zum Jahr 2010 verfolgen.

Dabei lässt sich für alle befragten Branchen ? Banken, Versicherungen, Allfinanzunternehmen und andere Finanzdienstleister ? eine einheitliche Tendenz feststellen: An erster Stelle der Wettbewerbsstrategien steht die Entwicklung neuer Produkte und Services, an zweiter Stelle folgen Qualität und Branding (Markenbildung). Preisgestaltung hat dagegen nicht die höchste Priorität.

Dabei fällt auf, dass in Deutschland, Belgien und Frankreich die Produktentwicklung teils klaren Vorrang vor der Qualität hat, während in Großbritannien die Qualität eindeutig vor innovativen Produkten und Services rangiert. Bei den Absatzwegen steht in allen Branchen die Ausweitung der interaktiven Medien als Vertriebskanal an erster Stelle. Auch die indirekten Absatzwege über Vermittler, Broker oder Affinity-Programme bleiben jedoch für Finanzdienstleister ein weiterer wichtiger Kanal. Insbesondere die Versicherungen wollen verstärkt auf unabhängige Vermittler setzen.

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