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22. November 2006, 00:00
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Göttinger Gruppe verkauft Gutingia AG

Die Gutingia AG, Lebensversicherungsunternehmen des umstrittenen Göttinger-Gruppe-Konzerns, wird an den belgisch-niederländischen Finanzkonzern Fortis AG verkauft. Die Folgen für den Konzern sind noch nicht absehbar, da mit dem Verkauf eine der wenigen langfristig substanzsichernden Sparten wegfällt.

Für die Versicherten der Gutingia AG werde sich laut Einschätzung der Kanzlei Marzillier & Dr. Meier in München nicht viel ändern. Die Versicherungsverträge laufen zunächst unverändert fort. Für die Anleger anderer Unternehmen der Göttinger Gruppe bedeute diese Übernahme jedoch einen Rückschlag. “Die Göttinger Gruppe verkauft ihr Tafelsilber. Damit wird dem Konzern eine tragende Säule finanzieller Substanz entzogen, mit unabsehbaren Folgen für die Gesellschafter und Aktionäre. Wir empfehlend dringend, bestehende Verträge zu kündigen und so viel der Investitionen zu retten, wie es jetzt noch möglich ist, denn eine Insolvenz in naher Zukunft ist nicht mehr ausgeschlossen”, erklärt Rechtsanwältin Nicole Neubauer von der Kanzlei Marzillier & Dr. Meier in München. Bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig sei weiterhin ein Ermittlungsverfahren gegen die Göttinger Gruppe wegen Insolvenzverschleppung anhängig.

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