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9. Juli 2007, 00:00
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Bufin: Kongress mit viel Wirbel im Vorfeld

Mit der Frage ?Wandel ? Chance oder Risiko?? präsentierte sich der in Hamburg ansässige Bundesverband Finanzdienstleistungsvermittler (Bufin) auf dem 1. Zukunftskongress in Berlin.
Rund 800 Teilnehmer wurden von Referenten aus Wissenschaft und Politik unter anderem über die Auswirkungen der EU-Vermittlerrichtlinie auf die Tätigkeit von Maklern, Mehrfachagenten und Ausschließlichkeitsvermittlern informiert. Ziel der Bufin bei der Veranstaltung war es in erster Linie, die Konsolidierungsprozesse als Möglichkeit zu sehen, dem Berufsstand ein positiveres Bild in der Öffentlichkeit zu verschaffen.

Der Bufin wurde im Mai 2006 vom Hamburger Rechtsanwalt Marcus Reinberg gegründet. Seinen Aussagen zufolge hat der Verein rund 1.000 Mitglieder, darunter seien ausschließlich Vermittler und keine Unternehmen.

Als Sponsoren präsentierten sich Unternehmen wie der Deutsche Ring, Delta Lloyd, die Deutsche Bank-Tochter DWS sowie Maxxbase, Moneymaxx und die Formaxx AG.

In seiner Eröffnungsrede wertete Reinberg bereits das Zustandekommen des Kongresses als Erfolg, da es im Vorfeld ?charmante Sabotageversuche? ? dem Vernehmen nach aus den Reihen eines großen Vertriebs ? gegeben habe. So sprachen einige Teilnehmer davon, dass etwa fingierte Emails aufgetaucht seien, mit der Ankündigung, der Kongress sei nach Bonn verlegt worden. Zudem wurden Referenten mit SPD-Parteibuch wie Walter Riester und der Wirtschaftsweise und Rentenreformator Professor Dr. Dr. Bert Rürup von einem ?merkwürdigen Virus befallen? und mussten kurzfristig ihre Teilnahme absagen.

Professor Dr. Jürgen Steiner, Lehrstuhlinhaber für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwirtschaft an der Universität Passau, konnte laut Bufin von seinem Vortrag über neue Beratungsprozesse und zur Finanzanalyse entbunden werden, da dieser ihn belastet hätte. Stattdessen referierte der Altersvorsorge- und Demografie-Spezialist Professor Dr. Klaus Jäger von der FU Berlin über die Schwächen des gesetzlichen Rentensystems einschließlich der staatlich geförderten Riester- und Rürup-Renten.

Zu den möglichen Geldquellen, die Finanzdienstleister nutzen könnten, gab der Präsident der Deutschen Mittelstandsstiftung, Professor Dr. Eberhard Hamer, Tipps. So sieht er im ?Geldsegen? aus Erbschaften ? bis 2010 werden geschätzte eine Billion Euro als Nachlass weitergegeben ? ein enormes Potenzial für die Branche.

Einer der Höhepunkte war die von Reinberg geleitete Podiumsdiskussion unter anderem zu der Frage, wie nachhaltige und ganzheitliche Finanzberatung sichergestellt werden kann sowie zu besseren Ausbildungskonzepten für Vermittler. Diskussionspartner waren Jörg Jacob, Mitbegründer der Initiative Qualität formt Zukunft (QFZ) (cash-online berichtete) und bis Mai dieses Jahres noch General Manager beim Hannoveraner Finanzdienstleister AWD, Eugen Bucher, Ex-MLP-Vorstand, QFZ-Mitbegründer und frischgebackener Geschäftsführer des am 1. Juli gestarteten neuen Finanzvertriebs Formaxx (cash-online berichtete), Hannover, Ex-Votum-Geschäftsführer Professor Dr. Rolf W. Thiel sowie Altersvorsorge-Experte Jäger. Als Vertreter der Politik nahm Oswald Metzger von Bündnis 90/Die Grünen am Expertengespräch teil. Jacob Jacob rief Verbände von Verbrauchern und Vermittlern, Fachpresse und Wissenschaft dazu auf, die Qualität der Beratung der Finanzdienstleistungsvermittler nachhaltig durch eine konzertierte Aktion zu verbessern.

Bis zum Ende des Kongresses blieb jedoch weiter unklar, inwieweit Bufin, QFZ und Formaxx miteinander kooperieren beziehungsweise, wie die Organisationen sich jeweils in Abgrenzung zueinander positionieren. (aks)

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