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6. November 2008, 00:00
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Abgeltungssteuer: Berater telefonieren Kunden ab

Für fast 90 Prozent der Vermittler ist die Abgeltungssteuer ein wichtiges Thema in den Kundengesprächen. So lautet eines der Ergebnisse der Unternehmensberatung Management Consultants for Market Strategy (MC4MS) in Wiesbaden. Insgesamt wurden 72,4 Prozent aller Berater bereits intensiv durch Vertriebsschulungen auf die Abgeltungssteuer vorbereitet. Jeder Fünfte (20,2 Prozent) ist jedoch bislang noch nicht auf diesem Wege informiert worden.

Bank- und Sparkassen-Berater besser informiert

Dabei sind die Vermittler in Banken und Sparkassen zu einem höheren Anteil (82,4 Prozent) geschult und auch inhaltlich breiter aufgeklärt worden als unabhängige Berater (61,5 Prozent). Schwerpunkte bei den Veranstaltungen waren die steuerlichen Auswirkungen der neuen Abgabe an den Fiskus, die Art der Kundenansprache sowie die Produkte.

Medien bleiben wichtigste Informationsquelle

Wichtigste Informationsquelle zu dem Thema sind für alle Befragten nach wie vor die Medien (88 Prozent). Interne Publikationen (68,7 Prozent) und interne Schulungen (64,4 Prozent) haben ebenfalls eine große Bedeutung. 29,5 Prozent haben die Fakten auf Roadshows eingeholt.

Kundentelefonat ist wichtigste Vertriebsaktion

Auf die Frage, auf welche Vertriebsmaßnahme am meisten gesetzt werde, antworteten unabhängige Vermittler (79,3 Prozent) und Bankenberater (80,2 Prozent) fast übereinstimmend mit Anrufen bei Bestandskunden. Für die Freien ist es allerdings ebenso wichtig, die Thematik in das Beratungsgespräch selbst zu integrieren (79,3 Prozent), während die Abhängigen an zweiter Stelle mit Mailings an Kunden reagieren.

Diese Beratungsthemen betrachten alle Befragten als die Gewinner nach Einführung der Abgeltungssteuer 2009: Private Altersvorsorge (58,7 Prozent), staatlich geförderte Altersvorsorge (50,9 Prozent) und Depotanlage (44,4 Prozent).

Fondsgebundene Produkte sind Gewinner der Steuer

Hinsichtlich der Produkte glaubt weit mehr als die Hälfte (64,6 Prozent), dass die fondsgebundene Rentenversicherung am meisten von der neuen Steuer profitiert. Etwa jeder Dritte (32,3 Prozent) rechnet der fondsgebundenen Kapitallebensversicherung gute Chancen aus. Immerhin 18,6 Prozent setzen weiter auf Zertifikate und lediglich 13,6 Prozent tippen auf Sparbücher.

Hintergrund: MC4MS befragte insgesamt 275 Berater für die Studie ? darunter 144 aus den Banken und Sparkassen und 131 freien Finanzvermittler. Der Recherchezeitraum erstreckt sich allerdings auf März und April dieses Jahres, so dass die Auswirkungen der Finanzkrise keinen Einfluss auf die Umfrageergebnisse gehabt haben dürfte. (aks)

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