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12. August 2008, 00:00
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Driver & Bengsch mit Verlusten

Der börsennotierte Finanzdienstleistungskonzern Driver & Bengsch im schleswig-holsteinischen Itzehoe hatte im ersten Halbjahr 2008 mit erheblichen Rückgängen von Provisionserlösen und Gewinn zu kämpfen.

So sank die eingenommene Provision um fast ein Drittel (33 Prozent) von 7,201 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 4,815 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern betrug in den ersten sechs Monaten 73.000 Euro, im Vergleichszeitraum von 2007 lag es noch bei 1,387 Millionen Euro. Das Bilanzergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung liegt sogar bei minus 142.000 Euro (Vorjahr: 492.000 Euro).

Finanzmarktkrise als Grund genannt

Den Rückgang der Provisionsergebnisse führt das Unternehmen auf die drastischen Kursverluste an den Börsen im ersten Halbjahr 2008 verbunden mit der Verunsicherung der Anleger zurück. Dem Geschäftsbericht zufolge verzeichnen tatsächlich die Bereiche Vermittlungsprovisionen, Depotverwaltung und Fondsmanagement die größten Rückgänge. Die Bestands- und Versicherungsvermittlungsprovisionen sowie die Emissions- und Kreditvermittlung entwickelten sich im Vergleich leicht positiv.

Einen weiteren Grund für das schlechte Ergebnis sieht die Gesellschaft in den guten Ergebnissen des ersten Halbjahres 2007. So wurden laut Driver & Bengsch damals rund 56,7 Prozent der Provisionserträge bereits in der ersten Jahreshälfte erzielt, obwohl in der Finanzdienstleistungbranche das dritte und vierte Quartal stärker ausfallen würden als die ersten beiden.

Zuwachsprognose für 2008 korrigiert

Für das Gesamtjahr gehe das Management aufgrund des insgesamt schwierigen Kapitalmarktumfelds nicht mehr davon aus, dass die ursprünglich geplante zweistellige prozentuale Zunahme der Provisionserträge noch erreichbar ist. Da es aber gleichzeitig gelungen sei, die Provisionsaufwendungen um mehr als die Hälfte zu reduzieren, rechnen die beiden Vorstände André Driver und Carsten Bengsch für 2008 mit einer Steigerung des Ergebnisses vor Steuern im Konzern gegenüber dem Vorjahr (338.000 Euro).

Darüber hinaus will das Unternehmen über die Börse eigene Aktien zurückkaufen. Dafür stehen 141.000 Euro aus dem Gewinnvortrag der AG zur Verfügung. Aktuell besitzen die beiden Vorstände je 36,6 Prozent und 26,8 Prozent befinden sich im Streubesitz. (aks)

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