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3. Januar 2008, 00:00
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Futura Finanz-Chef Turgut erneut in Haft

Michael Turgut, Gründer und Vorstandsvorsitzender der früheren Futura Finanz AG, Hof, sitzt seit 20. Dezember 2007 in Haft.
Das bestätigte der zuständige Sprecher am Landgericht Hof Richter Carsten Sellnow auf Anfrage von cash-online. Dem 38-jährigen wird vorgeworfen, die Bewährungsauflagen einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung aus dem Jahr 2005 nicht erfüllt zu haben.

Turgut war am 29. April 2005 vom Amtsgericht Hof zu zwölf Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Die Strafe wurde gegen die Zahlung einer Geldauflage zur Bewährung ausgesetzt. Im August 2004 verbrachte der Futura Finanz-Chef vier Tage in Untersuchungshaft, kam allerdings gegen die Zahlung einer Kaution von fünf Millionen Euro wieder auf freien Fuß. (cash-online berichtete hier).

Turguts Vertriebsgesellschaft, die mittlerweile unter dem Namen Futura Finanz Zukunftsunternehmen für Finanz- und Wirtschaftsberatung GmbH & Co. KG firmiert, soll nach Mitteilung der Siegburger Anwaltskanzlei Göddecke am 19. Dezember 2007 beim Amtsgericht Hof Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt haben. Über einen möglichen Zusammenhang zwischen der Festnahme Turguts und dem Insolvenzantrag könne nur gemutmaßt werden, erklärte Rechtsanwalt Mathias Corzelius.

Die frühere Futura Finanz AG beschäftigt jedenfalls immer wieder deutsche Gerichte. Das Unternehmen ist unlängst erneut rechtskräftig zur Zahlung von Schadensersatz an eine Anlegerin an der Frankonia Sachwert AG verurteilt worden. Die Vermittler der Futura Finanz AG hatten Anleger als atypisch stille Gesellschafter an dem Unternehmen Frankonia geworben und die Beteiligungen als sichere Kapitalanlagen vorgestellt, ohne auf das bestehende Totalverlust- oder gar Nachschussrisiko hinzuweisen. Die Vertriebsmitarbeiter erklärten im Rahmen der Beweisaufnahme, diese Praxis hätte den Schulungsvorgaben von Futura Finanz entsprochen.

In Ihrem Beschluss vom 28. November 2007 (AZ.: III ZR 214/06) folgten die Richter des Bundesgerichtshofes dem Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 27. Juli 2007 (7 U 43/06) und wiesen die Nichtzulassungsbeschwerde der Futura Finanz zurück.
Das Urteil hat Rechtsanwalt Oliver Renner von der Stuttgarter Kanzlei Wüterich Breucker erstritten. (af)

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