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26. September 2008, 00:00
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Lehman-Zertifikate: Risiko für Berater

Das Totalausfall-Risiko bei Zertifikaten und Anleihen, die von der insolventen US-Investmentbank Lehman-Brothers begeben wurden (cash-online berichtete hier), betrifft auch Berater und Vermögensverwalter. Untersuchungen der Stuttgarter Kanzlei Wüterich-Breucker Rechtsanwälte haben ergeben, dass möglicherweise Schadensersatzansprüche bestehen.

Nach einem Urteil des OLG Nürnberg (Az.: 12 U 2976/01) müsse ein Berater Anleger bereits im Vorfeld der Zeichnung über vorhandene Negativ-Ratings unterrichten, andernfalls könnten Ansprüche wegen unzureichender Aufklärung geltend gemacht werden, so die Kanzlei.

?Unsere Recherchen haben ergeben, dass die Rating Agentur Moody´s am 17. März 2008 den Ausblick für Lehman-Brothers von positiv auf stable gesenkt hatte. Am 17. Juli wurde das Rating dann auf A2 mit ,outlook negativ´ herabgestuft?, erklärt Anwalt Dr. Christoph Wüterich.

Außerdem könnten Vermögensverwalter nach Einschätzung der Rechtsexperten dafür haftbar gemacht werden, Lehman-Papiere im Portfolio ihrer Klienten nicht rechtzeitig veräußert zu haben, um Verluste zu minimieren.

Im Internet hat unterdessen das auf die Poolbildung in Fällen komplexer, aber gleichartiger Schäden spezialisierte Inkasso-Unternehmen Sabeta Factoring die Plattform zertifikateschaden.de gestartet. Geschädigte können ihre Daten dort kostenlos und unverbindlich über einen Schadenserfassungsbogen von der Nürnberger Kanzlei G&P Rechtsanwälte auswerten lassen, teilt der Anbieter mit. (hb)

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