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30. November 2009, 12:09
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Aragon zieht sich aus dem Umsatztief

Die Wiesbadener Aragon AG hat im dritten Quartal vor allem durch das Übernahme-Abenteuer MEG von sich reden gemacht. Dass es sich für den Finanzkonzern trotz aller Schlagzeilen um einen Nebenkriegsschauplatz handelt, zeigt der aktuelle Finanzbericht.


Aufw Rts-127x150 in Aragon zieht sich aus dem UmsatztiefDie Aragon hat im dritten Quartal deutlich zugelegt und ihren Umsatz im Vertrieb von Finanzprodukten gegenüber dem Vorquartal trotz anhaltend schwieriger Marktbedingungen um 22 Prozent von 14,3 auf 17,5 Millionen Euro gesteigert. Auf Jahressicht bedeuten die Zahlen dennoch einen Rückgang um rund 16 Prozent.

Mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von minus 0,19 Millionen Euro hat sich das Unternehmen gegenüber dem Vorjahr (minus 0,21 Millionen Euro) zwar verbessert, bleibt aber im negativen Bereich.

Aragon-COO Wulf Schütz ist trotzdem guter Dinge: „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung. Den bereits im zweiten Quartal eingesetzten Turn-around haben wir erfolgreich weiter fortgesetzt.“

Im Geschäftsbereich Broker Pools, dem größten Umsatzträger, zu dem auch der Maklerpool Jung DMS & Cie. gehört, kletterte der Umsatz gegenüber dem zweiten Quartal um 25,2 Prozent auf 14,9 Millionen Euro.

Dass das Ergebnis dennoch fast zwanzig Prozent geringer ausfällt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, liegt laut Aragon vor allem am Käuferstreik im Markt für geschlossene und Investmentfonds. Die positive Absatzentwicklung bei der Vermittlung von Versicherungen habe dies nicht kompensieren können.

Während der Geschäftsbereich Financial Consulting sich mit einem Umsatz von 2,4 Millionen vergleichsweise robust zeigte (Vorjahr: 2,6 Millionen Euro), halbierten sich die Erlöse im Segment Institutional Sales von 0,49 auf 0,24 Millionen Euro.

 in Aragon zieht sich aus dem Umsatztief

Sebastian Grabmaier, Aragon

Erfreulich verlaufe dagegen die Entwicklung der in der Sparte Holding at-equity geführten Beteiligung an der BIW Bank für Investments und Wertpapiere. Das Institut habe erstmals in seiner Unternehmensgeschichte über 100.000 Konten betreut. Die abgewickelten Wertpapierorders liegen, so Aragon, mit 1,13 Millionen ebenfalls über dem Vorjahresniveau (1,09 Millionen).

Aragon-CEO Dr. Sebastian Grabmaier ist optimistisch für das Jahresendgeschäft und 2010: „Unsere Ausgangsbasis wird dazu führen, dass wir uns im vierten Quartal 2009 in Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorquartal steigern werden. Für das kommende Jahr haben wir eine gute Grundlage für die Rückkehr zu einem profitablen Wachstumskurs geschaffen.“ (hb)

Foto: Shutterstock, Aragon

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