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18. September 2009, 00:00
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BVK stellt Finanztest-Studie zur Beratungsqualität in Frage

Die Zeitschrift “Finanztest” hat bundesweit Vermittler von 26 deutschen Versicherern unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Keiner der in Test-Beratungsgesprächen auf die Probe gestellten Vertreter erreichte im Schulnoten-Schema eine bessere Bewertung als “befriedigend”. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) äußert allerdings Zweifel an der Aussagekraft der Analyse.

Pro Versicherungsunternehmen führten die Tester sieben Gespräche, 182 fanden insgesamt statt. Die Aufgabe lautete, zu einer Vorsorge für Berufsunfähigkeit sowie zu einer Absicherung für den Todesfall zu beraten. Stolperstein waren Vorerkrankungen, die von knapp 43 Prozent der Einfirmenvertreter nicht berücksichtigt wurden.

BVK hält Testergebnisse nicht für repräsentativ

Der BVK findet indes, dass das Testergebnis ein falsches Licht auf die Vermittler wirft. “Die Verbraucher sollten sich davon nicht verunsichern lassen und bedenken, dass im Gegensatz zum Bankensektor so gut wie keine spektakulären Fälle von Fehlberatung aufgetreten seien”, sagte Gerald Archangeli, Vizepräsident des BVK.

Der Verband kritisiert vor allem die mangelnde Repräsentativität der Studie. Die 182 getesteten Vertreter entsprechen nur 0,09 Prozent der insgesamt 204.000 registrierten Versicherungsvermittler, heißt es in einer Mitteilung.

GDV-Kritik: BU höher gewichtet als Altersvorsorge

Auch der GDV Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft hat etwas an der Studie auszusetzen. Die Lobby-Vertreter werfen die Frage auf, ob die Absicherung der Berufsunfähigkeit in jedem Fall vor die Absicherung im Alter zu stellen ist.

Dieser von Finanztest angewandte Ansatz sei keinesfalls für alle Kunden sinnvoll, erklärte eine Verbandssprecherin gegenüber cash-online. Bei einem begrenzten Budget des Kunden müsse der Vermittler zunächst prüfen, ob dann der Altersvorsorge nicht der Vorzug gegeben werden solle, um drohender Altersarmut vorzubeugen.

Die Finanztest-Erhebung zeigte unter anderem, dass nur wenige Vermittler eine systematische Bedarfanalyse durchführten. Bei Todesfall oder Berufsunfähigkeit entprach nur jeder zehnte Vertreter den Anforderungen – die Tester hielten dort nicht mal 80 Prozent ihrer Ansprüche für erfüllt. Moniert wurde auch, dass zwei Drittel der Kunden mehr als 50 Seiten Unterlagen bekamen. (ks)

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