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12. Mai 2009, 00:00
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CFA: Falsche Anreize im Finanzvertrieb

Wird der Finanzvertrieb von Provisionsanreizen und nicht vom Kundenbedarf gesteuert? Das zumindest glauben fast Dreiviertel der aktuell vom CFA, einem europaweiten Berufsverband für Finanzanalysten, befragten Investmentexperten.

Provisionsmodell erneut in der Kritik

Ende vergangenen Jahres übte Verbraucherministerin Ilse Aigner Kritik an falschen Anreizen beim Vertrieb und forderte eine ?Qualitätsoffensive? in Sachen Verbraucherfinanzen (cash-online berichtete hier). Vor wenigen Wochen unterstellte dann das Bundesministerium für Arbeit und Soziales der Finanzbranche im umstrittenen ?Checkheft Altersvorsorge? Produkte in erster Linie nach finanziellen Anreizen zu empfehlen (cash-online berichtete hier). Nun stellen die CFA-Umfrageergebnisse das gängige Modell provisionsabhängiger Vermittlung abermals in Frage.

Strukturierte Investments überprüfen

78 Prozent der CFA-Umfrageteilnehmer halten es für notwendig, die Eignung bestimmter Anlageprodukte für Endkunden besser zu überprüfen. Besonders die Produktgruppen Hedgefonds und Dach-Hedgefonds sowie strukturierte Anlageprodukte sollen ihrer Meinung nach genauer unter die Lupe genommen werden.

LV- und Bankenprodukt-Vertrieb harmonisieren

CFA-Leiter Charles Cronin: ?Die Ergebnisse verdeutlichen, dass im Privatkundenbereich Handlungsbedarf besteht, damit die Anleger deutlich besser informiert werden und ihre Anlageentscheidungen bedarfsgerecht treffen können.?

Zwar habe die EU mit der Investmentdirektive Ucits bereits Fortschritte beim Fondsvertrieb erzielt. Dennoch seien weitere Anstrengungen nötig, um die Verkaufspraktiken bei Lebensversicherungen und Bankenprodukten zu vereinheitlichen.

Im Rahmen der gemeinsam mit der Europäischen Kommission durchgeführten Studie wurden 1.027 Finanzexperten befragt. (hb)

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