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31. März 2009, 00:00
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DVAG trotz Finanzkrise mit Wachstum

Die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) in Frankfurt hat trotz des schwierigen Marktumfeldes auch 2008 Rekordergebnisse einfahren können.

So stiegen die Provisionserlöse um 21,9 Prozent auf 1,224 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 18,21 Prozent auf 149 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern beträgt 233,2 Millionen Euro (plus 11,5 Prozent) ? laut DVAG ist dies mehr als bei allen anderen eigenständigen Finanzvertrieben in Deutschland zusammen.

DVAG profitiert von lädiertem Banken-Image

DVAG-Gründer und Vorstandsvorsitzender Professor Dr. Reinfried Pohl begründet das Wachstum seines Finanzvertriebs gegen den Trend damit, dass sich immer mehr Kunden für die Beratung durch einen DVAG-Berater entscheiden, ?weil sie vom Rat ihrer bisherigen Hausbank oder Sparkasse enttäuscht sind. Im Gegensatz zu anderen berät die Deutsche Vermögensberatung ganzheitlich und verzichtet grundsätzlich auf das Angebot hochriskanter Produkte?, so Pohl auf einer Pressekonfrenz.

Riester-Policen mehr als verdoppelt

Im Lebensversicherungsgeschäft konnte der Finanzdienstleister im Neugeschäft um 26,6 Prozent zulegen. Das Volumen der Einmalbeiträge stieg sogar 40,4 Prozent. Wesentlichen Anteil am Erfolg des Leben-Bereichs hatte erneut die Riester-Rente. So konnte das Unternehmen die Zahl der vermittelten Riester-Verträge um 56,1 Prozent ausbauen. Das im September 2007 eingeführte DVAG-Produkt Riester-Rente Strategie No. 1 verkaufte sich im vergangenen Jahr 224.500 Mal. Mittlerweile führt die Deutsche Vermögensberatung 1,033 Millionen Riester-Verträge im Bestand.

PKV-Geschäft weiterer Wachstumstreiber

Das Neugeschäft in der Privaten Krankenversicherung (PKV) stieg um 46,2 Prozent auf 87,3 Millionen Euro. Das Bauspargeschäft konnte die DVAG um sieben Prozent auf 1,6 Milliarden Euro steigern.

Für die DWS-Gruppe erhöhte sich das Nettomittelaufkommen von 900 Millionen um 34 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Damit stieg das gesamte für die Deutsche Bank Gruppe vermittelte Depotvolumen um acht Prozent auf 6,2 Milliarden Euro.

Auch Investment-Geschäft der DVAG stark rückläufig

Insgesamt betreute die Deutsche Vermögensberatung zum Jahresende 2008 einen Gesamtbestand (Vertragssummen inklusive Baudarlehen) von 157,8 Milliarden Euro (plus 16,2 Prozent). Davon entfielen 117,9 Milliarden Euro (plus 27,8 Prozent) auf das Lebensversicherungsgeschäft und 20 Milliarden Euro auf das Bauspargeschäft (plus 39,3 Prozent) Das Investmentgeschäft lief jedoch auch bei der DVAG nicht besser als bei Wettbewerbern und sank um 14,2 Prozent auf elf Milliarden Euro.

Familiendynastie bleibt bestehen

Des Weiteren stellte Pohl noch einmal heraus, dass die DVAG weiter ein Familienunternehmen bleiben werde und deswegen unabhängig von ?schwankenden Analystenmeinungen und anderen Kapitalmarkt- oder Staatseinflüssen? agieren werde. Im November 2008 hatte Pohl seinen Anteil an der DVAG über eine Kapitalerhöhung auf 60 Prozent plus zehn Aktien zu Lasten der Generali Versicherungen ausgebaut und seinen Söhnen Reinfried und Alexander Pohl übertragen (cash-online berichtete hier). (aks)

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