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21. April 2009, 00:00
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Frauen haben besseres Händchen als Männer

Frauen agieren sowohl in Bullen- als auch Bärenmärkten erfolgreicher als Männer. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der DAB Bank zum Anlageverhalten von Männern und Frauen. Die Direktbank mit Sitz in München hat dazu über 465.000 Privatanlegerdepots beider Geschlechter ausgewertet, wobei der Anteil der Frauen am gesamten Depotvolumen bei 20 Prozent lag.

Unter anderem wurde die Performance der letzten beiden Jahre untersucht. Danach erwirtschafteten Frauen im Jahr 2007 eine durchschnittliche Rendite von 18 Prozent, Männer kamen dabei auf 14 Prozent. Der MSCI World Index, der die Entwicklung von weltweiten Aktien widerspiegelt, entwickelte sich mit einer Steigerung von sieben Prozent vergleichsweise gering. Im Krisenjahr 2008 verlor der MSCI World Index 42 Prozent. Auch die Anleger, ob männlich oder weiblich, mussten Federn lassen. Im Vergleich verloren die Männer 36 Prozent, die Frauen schnitten mit einem Minus von 30 Prozent trotz der prekären Lage noch besser ab.

Im Vergleich zu früheren Studien des Bankinstituts zeigte sich, dass Frauen bei Anlageentscheidungen im Bezug auf die Erwirtschaftung von Rendite ein besseres Händchen bewiesen (Jahr 2000: drei Prozent höhere Performance, Jahr 2001: mehr als neun Prozent).

Fazit: Frauen operieren bei der Erwirtschaftung von Rendite besser als Männer. Doch wo liegt das Geheimnis des Erfolgs? Aufschlussreich ist der Blick in die Depots. Zum Jahresende 2008 hatten die weiblichen Anleger 41 Prozent des gesamten Depotvolumens in Aktien angelegt, Männer hingegen 48 Prozent. Anleihen wurden von den Frauen bevorzugt: 16 Prozent des Volumens investierten sie in die relativ sichere Anlageform, während die Männer mit einem Anteil von 13 Prozent auf Renten setzten. Ein Unterschied ist ebenso bei Investmentfonds zu erkennen. In Fonds investieren Frauen rund 36 Prozent ihres Fondsvolumens, bei den Männern sind es 31 Prozent. Die unterschiedliche Zusammensetzung der Depots und die Orientierung an sicheren Anlagen sind unter anderem dafür verantwortlich, dass Frauen auch im schlechten Börsenjahr 2008 besser abschnitten als Männer. Ein weiterer Faktor ist das Transaktionsverhalten. Die Männer tätigten im Börsenjahr 2008 durchschnittlich neun Transaktionen, Frauen nur 5,3. Das zeigt, dass Anlegerinnen weniger Umschichtungen in ihren Depots vornehmen und Anlageentscheidungen weniger revidieren. (ks)

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