Insolvenz: Aragon gibt MEG auf
Das war nur eine kurze Pause zum Durchatmen für die Mitarbeiter der Kasseler MEG AG. Nun ist es offiziell: Der Spezialvertrieb für Krankenversicherungen ist insolvent, wie Amtsgericht und Konzernmutter Aragon gegenüber cash-online bestätigten.
“Der Richter prüft derzeit den Antrag, deshalb sind keine weiteren Einzelheiten bekannt”, erklärte ein Sprecher des Amtsgerichts Kassel. Aragon-Chef Wulf Schütz räumte auf Nachfrage ein, dass sein Unternehmen die jüngste Akquisition aufgegeben hat: „Wir haben uns ein Bild gemacht und mussten feststellen, dass eine Sanierung aufgrund der historischen Gegebenheiten nicht mehr möglich ist.“
Für Aragon ergäben sich aus der MEG-Pleite indes keine negativen finanziellen Effekte, so Schütz weiter. Man habe sich im Vorfeld vertraglich gegen diesen Fall abgesichert.
Aragon hatte die wirtschaftlich angeschlagene MEG erst im vergangenen Monat übernommen, zuvor gab es innerhalb der Branche bereits wochenlang Gerüchte über eine bevorstehende Insolvenz des PKV-Vertriebs .
Bei MEG selbst war für eine Stellungnahme niemand zu erreichen, auch die Service Hotlines sind nicht besetzt. (hb/ks)
Foto: Shutterstock
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Ist es den zu vermessen, jetzt aus dem Eckchen zu kommen und stolz zu verkünden. “Ich habs doch gewußt!”?
Dubios war dieses Unternehmen in seinem Gebahren und eine gerichtliche Vorgeschichte hatte es auch gegeben.
Man möge nun also nicht aus allen Wolken fallen.
Kommentar von Gerhard S. — 28. Oktober 2009 @ 17:05
Eine Strukkibude weniger.
War von vornerein die Frage, ob die Aragon-Leute sich im klaren drüber sind, auf was sie sich da einlassen. Entweder haben sie es nun gemerkt oder es war ein Manöver um für den großen Versicherer mit drei Buchstaben die Kohlen aus dem Feuer zu holen.
Kommentar von George Walter — 28. Oktober 2009 @ 21:02
Bei der Übernahme war eine Menge übertriebener Optimismus seitens ARAGON AG verkündet worden. Man sah sich ja schon als Marktführer im Bereicht der PKV neben den Großen.
War wohl etwas unvorsichtig bei der Bekanntgabe der Übernahme. Hat dann vier Wochen für die bittere Wahrheit gebraucht… Insidern zufolge ein Strukturbetrieb unter chaotischer Führung bei dem nichts mehr zu retten war. Außer ein paar Beständen für die A.a vielleicht.
Kommentar von Stephane — 28. Oktober 2009 @ 21:48
Guten Tag Herr Wahl,die
Show ist zu Ende. Was habe ich
damals gesagt.
Gruß P.H.Fischer
Kommentar von Frank Wahl — 29. Oktober 2009 @ 16:07