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29. September 2009, 00:00
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Studie: Anforderungen an Beratungsqualität steigen

Freie Berater blicken positiv in die Zukunft und sehen sich als Profiteure der Krise, trotz voranschreitender Konsolidierung des Marktes. Ein funktionierendes Netzwerk ist immer bedeutender im Kampf um Neukunden oder wenn es um Weiterempfehlung der eigenen Leistung geht – die Qualität der Beratung ist dabei ein wichtiges Kriterium.

Das sind die Ergebnisse der zum dritten Mal durchgeführten Studie “Trends im freien Finanzberatungsmarkt” der Fondsgesellschaft J. P. Morgan Asset Management, für die 302 freie Finanzberater und Versicherungsmakler befragt wurden.

Eigenes Unternehmen profitabel halten

Die Aufrechterhaltung der Profitabilität des eigenen Unternehmens ist derzeit das Problem mit der höchsten Dringlichkeit. 77 Prozent der Befragten beurteilen dies im Vergleich zu der Zeit vor der Krise als schwerer oder viel schwerer. Die Senkung von Kosten sind für 57 Prozent ein Mittel, um gegen die Krise anzukämpfen. Jedoch haben bisher nur ein Drittel die Kostenschrauben angezogen.

Betreuung der Bestandskunden sehr wichtig

Neue Kunden zu gewinnen beurteilen 71 Prozent als schwierig, ein Neugeschäft mit Bestandskunden abzuschließen sehen 70 Prozent der Befragten als große Herausforderung.

Eine herausragende Bedeutung hat die Betreuung der Bestandskunden. 51 Prozent der Befragten setzen auf eine höhere Frequenz bei der Analyse der Anlagestrategie, für 48 Prozent ist es wichtig beim Kunden Präsenz zu zeigen und mit ihm telefonisch oder persönlich zu kommunizieren.

Unterdessen spielt das eigene Netzwerk und die damit verbundenen Kontakte eine immer größere Rolle. Fast die Hälfte der Teilnehmer profitiert von Empfehlungen der Bestandskunden oder branchennahen Dienstleistern.

Zukunfserwartungen positiv

94 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Anforderungen der Kunden an eine gute Beratung weiter ansteigen werden. 88 Prozent sind davon überzeugt, dass die Kunden mehr Wert auf eine unabhängige Beratung legen. Die Anwendung alternativer Vergütungsmodelle halten jedoch 82 Prozent für unwahrscheinlich.

Eine voranschreitende Konsolidierung des Marktes erwarten 90 Prozent der Befragten, 80 Prozent rechnen mit Übernahmen und Bestandsverkäufen. Interessant ist, dass 91 Prozent das eigene Geschäftsmodell indes nicht gefährdet sehen. Im Gegenteil: 82 Prozent sind der Meinung, dass ihr Segment der freien Finanzberatung den Marktanteil sogar ausbauen kann. (ks)

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