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4. Juni 2009, 00:00
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VDH fordert Aufklärung in Sachen Honorarberatung

Der Verbund Deutscher Honorarberater (VDH) will mit den Vorurteilen gegen Honorarberatung aufräumen. Die Kernargumente, dass zum einen der Verbraucher nicht bereit wäre, Honorare zu zahlen und er es sich auch nicht leisten könne, zum anderen dass es nur wenig Produkte gäbe, lässt der Verbund nicht gelten.

Um diese Aussage zu untermauern, hat der VDH verschiedene veröffentlichte Marktstudien der letzten beiden Jahre zum Thema Honorarberatung ausgewertet und festgestellt, dass 16 Prozent der Deutschen den Begriff der Honorarberatung kennen. Von diesen 16 Prozent finden 65 Prozent das Beratungsmodell gut. 84 Prozent kennen die Möglichkeit der Honorarberatung nicht. Der Kunde müsse letztendlich aufgeklärt werden, lautet die Forderung des VDH.

In den Veröffentlichungen gegen das Vergütungsmodell der Honorarberatung argumentiere man mit Einmal-Honoraren, die es in der Realität gar nicht gäbe. Der echte Honorarberater arbeite mit Stundensätzen und/oder Betreuungshonoraren. Diese seien immer preiswerter als eine Provision, erklärt VDH-Geschäftsführer Dieter Rauch.

Anbieter wollen Provisionsmodell retten

Des Weiteren wurde festgestellt, dass die Akzeptanz der Verbraucher stark ansteigt, sobald diese über detaillierte Informationen zur Honorarberatung verfügen. Die Vorstellungen von Verbrauchern und Vermittlern decken sich nach Angaben des VDH nicht. Während der Verbraucher sich ein aufwandsbezogenes, auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Beratungshonorar wünsche, bevorzuge der Vermittler eine produktbezogene Vergütung.

Grund sei nach Ansicht des VDH, dass die Anbieterseite das Provisionsmodell um jeden Preis über die Runden retten wolle. ?Das Modell der Abwrackprämie wird in diesem Markt schon seit dem ersten Tag gefahren. Kündige deine alte Police, nimm meine neue. Und in drei Jahren bringe ich dir die nächste. Das ganze nennt man dann Vertrieb. Wer bei diesem Spiel bisher der Verlierer war, ist eindeutig?, sagt Rauch. Bei der Honorar-Beratung gehe es nicht um das kurzfristige Geschäft, sondern um Lebensertragswerte. (ks)

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