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23. Juni 2010, 11:25
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Aigner-Ministerium: „Brauchen den unabhängigen Berater“

Neben dem Finanzministerium, das die Vertriebsbranche mit dem Anlegerschutzgesetz auf Trab hält, werkelt auch das Verbraucherschutzministerium (BMELV) an Regulierungsplänen. Was auf der Agenda steht, stellte ein Ministeriumsvertreter in Berlin vor.

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Ilse Aigner

Für Diskussionsstoff sorgte in den vergangenen Monaten unter anderem das Produktinformationsblatt, ein Thema das das BMELV im Sommer letzten Jahres ins Rollen gebracht hat. Ministerin Ilse Aigner (CSU) äußerte ihren Unmut über die Uneinigkeit der Branche, ein gemeinsames Informationsblatt zu erstellen. Mittlerweile ist die Regelung zum sogenannten Beipackzettel in den Diskussionsentwurf des Finanzministeriums aufgenommen worden.

Ministerialdirektor Dr. Christian Grugel, Abteilungsleiter Verbraucherpolitik im BMELV, betonte auf dem fünften Entscheidertag des Finanzdienstleistungsverbands AfW in Berlin, dass dies nicht bedeute, dass die einzelnen Ministerien gegeneinander arbeiteten. Vielmehr ergänze man sich. Sein Ministerium mache sich aktuell Gedanken darüber, wie es nach der Verabschiedung des Gesetzes weitergehen könnte.

Das Produktinformationsblatt wird nach dem derzeitigen Entwurf nicht als Anlage zum Gesetz herausgegeben. Im Gesetz sind lediglich Punkte vorgesehen, die der Beipackzettel beinhalten muss. In der Ausgestaltung haben die Finanzdienstleister dann einen Spielraum.

Wenn das Gesetz so verabschiedet würde, solle man nicht davon ablassen einen einheitlichen Standard herzustellen, sagte Grugel. Er schlug vor, dass sich die Branche unter dem Dach des DIN zusammenfinden solle, um einen Standard herbeizuführen. Das sei nur möglich, wenn sich alle daran beteiligten, die Branche, Wissenschaftler und Verbraucherschützer. „Unser Ziel wäre dann erreicht, wenn der Verbraucher einzelne Produkte vergleichen kann“, so Grugel weiter.

Seite 2: Wie das Ministerium zur Offenlegung von Provisionen steht

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7 Kommentare

  1. Hallo liebe/er “Westa” ?, warum inkognito ? Wer etwas zu sagen, und nichts zu verbergen hat, sollte doch seinen Namen nennen können, oder ? Und ganz ehrlich, dieser Kommentar ist derart daneben und eigentlich auch ein bißchen bösartig, gell ? Und ja, ich bin ein “Typ”, der seine Kunden ehrlich, offen und excellent berät, mit der breitesten Anbieter- und Produktpalette. Ich lade Sie herzlich ein und biete Ihnen eine
    kostenlose Beratung an. Wir werden ja dann sehen, inwieweit Ihre Vorurteile dann estätigt werden oder aber nicht. Sind SIE bereit dazu ? Mit herzlichen Grüßen, Nils Fischer AWD

    Kommentar von Nils Fischer — 25. September 2010 @ 16:07

  2. AWD und exzellente und vor allem unabhängige Beratung passen ja nun wirklich nicht zusammen. Aber gerade die Typen dieses Vereins z.B. Nils Fischer hauen hier auf den Putz. Kostenintensiv beim AWD mit Sicheheit aber sehr gut war wohl in der Vergangenheit Fehlanzeige. Unabhängigkeit heisst dort Produktgeber mit höchster Provision aufschwatzen!

    Kommentar von Westa — 28. Juni 2010 @ 20:20

  3. Liebe Frau Aigner, wie können sich so hochdotierte Politiker mit so viel Schwachsinn befassen. Die Branche hat schon einen schlechten Ruf und wird durch Offenlegen der Provisionen in der Öffentlichkeit noch schlechter dastehen. Verbieten Sie lieber den Bauernfängern von DVAG, OVB, AWD, etc. das Handwerk, denn hier arbeiten immer noch die schwarzen Schafe ohne Registrierung, denn der Vorturner unterschreibt ja. Dann treten die auch noch auf, als wären sie Makler und sind die guten der Branche und ziehen mich als Makler wieder in die Negativschlagzeilen. Wenn schon Verdienst offenlegen, dann für alle Berufszweige und Geschäftsarten, da bekommen dann einige kalte Füße, das sind nicht wir Makler, ich denke an erster Stelle wären das Politiker (auch hier bin ich seit Jahren aktiv, aber ehrenamtlich).

    Kommentar von Werner Horstmann — 25. Juni 2010 @ 11:50

  4. Die DAX-Firmen, REWE, ALDI, Möbelhäuser, Der Handwerker, Der Mittelständler , die Einzelhändler legen auch nicht Ihren Gewinn pro Produkt auf den Tisch!
    Ich denke, den Kunden hat es auch nicht zu interessieren was ein selbstständiger Berater als Provision für den Auftrag bekommt.
    Im Verkaufsprospekt steht ja die Gesamtsumme an Vertriebskosten.
    Gruß aus dem Ruhr.2010 Gebiet

    Kommentar von TW — 25. Juni 2010 @ 11:48

  5. Was soll das Geschrei,verhindern können wir das eh nicht,wenn die Politiker das so wollen ABER, wie soll der Kunde verstehen, das ein durchaus kostenintensives Produkt, das aber deutlich höhere Erträge bringt, sinnvoller sein kann als ein billiges Produkt, das nicht viel abwirft ? Und excellente Beratung kostet Geld, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern,ob über Provisionen oder Honorare. Grüße,Nils Fischer AWD

    Kommentar von Nils Fischer — 25. Juni 2010 @ 10:49

  6. Es gibt Sie schon, die unabhängigen Berater. Leider gibts halt wie in jeder Branche auch schwarze Schafe.
    Frau Aigner soll doch bite auch mal ihre Einkünfte und vor allem die Nebeneinkünfte und deren Quellen offenlegen.

    Kommentar von HD — 24. Juni 2010 @ 14:08

  7. Es kann doch nicht sein, daß der Verdienst (gleich Provision) offen gelegt wird. Dann müßte doch in jedem Geschäft der Verkäufer dem Käufer seinen Gewinn/Provision offen legen. Das ist gelinde gesagt “Schwachsinn”.

    Kommentar von BAF.AG — 24. Juni 2010 @ 13:19

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