Anzeige
4. Februar 2010, 10:17
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Konsolidierung: Wer mit wem in der Branche tanzt

Die Finanzdienstleistungsbranche wird seit Jahren durchgewirbelt. Es wird kooperiert, fusioniert und übernommen. Die einen sind davon überzeugt, dass die Branche sich bereits mitten in der Konsolidierung befindet, die anderen sagen, sie stehe direkt bevor.

Tanzendes-Paar in Konsolidierung: Wer mit wem in der Branche tanzt

Text: Katja Schuld

Die Schatullen und Kriegskassen sind offenbar immer noch oder schon wieder gut gefüllt. Mehr oder weniger offene Ansagen, sich an dem einen oder anderen Vertrieb oder Maklerpool zu beteiligen – seien es Investoren, Versicherer oder die Vertriebe selbst – werden ab und an verkündet. Doch am Ende des Jahres wird abgerechnet und konsolidiert. Wer hat sich strategisch vergrößert, wer bleibt übrig und wer ist weiter zum Abschuss freigegeben?

Die Konsolidierungswelle schwappt bei manchen Vertrieben und Pools fast über die Schwelle des Unternehmens, einige stehen schon knietief im Wasser. Der sich dauernd verschärfende Wettbewerb, steigende Kosten, die Finanzkrise, die Regulierungen, wenig Neugeschäft und obendrein immer mehr aufgeklärte Kunden lassen mancherorts nur noch den Insolvenzverwalter seine Arbeit machen oder der Konkurrent steht mit dem Möbelwagen bereits vor der Tür.

M&A-Anfragen häufen sich

Cash. hat Allfinanz- und Spezialvertriebe unter anderem nach den Gründen für Fusionen und Kooperationen gefragt (siehe Grafik unten). Dazu wurden 77 Unternehmen angeschrieben, 31 haben geantwortet. Als problematisch sehen knapp 29 Prozent vor allem eine zu geringe Kapitalausstattung und Infrastruktur einiger Vertriebe und Makler. Daneben brechen nach Meinung der Befragten zu starke Regularien manchem Marktteilnehmer das Genick (22 Prozent); auch fehlende Unternehmensstrategien und schlechtes Management sind Gründe.

Die Unternehmensberatungen mit dem Schwerpunkt Fusionen und Übernahmen, im Fachjargon auch Mergers & Acquisitions (M&A) genannt, wird es freuen. Diese Tendenz bestätigt Thomas Münzel, Geschäftsführer der auf die Vermittlung von Expansionskapital spezialisierten Hamburger Unternehmensberatung New Bizz: „Die Anfragen von Unternehmen, die Expansionskapital benötigen, haben  vor allem seit der Finanzkrise zugenommen. Wir haben derzeit mindestens zwei Anfragen von Unternehmen in einer Größenordnung von 40 bis 400 Mitarbeitern im Monat.“ Das deutet stark darauf hin, dass entweder eine Übernahme eines anderen Unternehmens ins Haus steht oder möglicherweise strategische Beteiligungen geplant sind.

Und nicht nur deutsche Unternehmen sind auf der Pirsch, auch ausländische Versicherer und Private-Equity-Investoren drängen auf den deutschen Markt auf der Suche nach dem nächsten Opfer.

Lesen Sie auf Seite 2, wie Marktteilnehmer die Lage einschätzen

Weiter lesen: 1 2 3 4 5 6 7

Anzeige

1 Kommentar

  1. Hallo Kurt Prangenberg,

    anbei ein paar Hintergründe für den “Marktumbruch” bei den “frei denkenden” Vermittlern!

    MfG Stefan Schulz

    Kommentar von Kurt Prangenberg — 10. Februar 2010 @ 19:57

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Die Top Sechs der teuersten und günstigsten Studentenstädte

Nicht alle Studenten leben gerne in WGs, in einigen Hochschulstädten ist das Leben ohne Mitbewohner aber besonders teuer. Immowelt hat untersucht, wo Studenten am teuersten wohnen und in welchen Städten die Mieten besonders niedrig sind.

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...