Phoenix-Skandal: Wertpapierhändler starten Musterprozess

Bislang teilentschädigt die EdW Phoenix-Anleger vor allem aus einem 128-Millionen-Euro-Kredit des Bundes, der Ende 2008 nach langem Hickhack gewährt wurde. Die Entschädigungen der etwa 30.000 Anleger summieren sich allerdings auf rund 200 Millionen Euro. Wie sich die Entschädigungseinrichtung refinanzieren soll, ist nach wie vor unklar und strittig.

Den Phoenix-Kunden, die sich größtenteils seit fünf Jahren zwischen Hoffen und Bangen bewegen, beschert das jetzt angestrengte Musterverfahren neue Ungewissheit. Zwar betont Ceros, dass ein Erfolg der Wertpapierfirmen nicht bedeute, dass die PMA-Anleger leer ausgehen und die Gerichte zu prüfen hätten, ob nicht das langjährige behördliche Fehlverhalten einen europäischen beziehungsweise nationalen Staatshaftungsanspruch ausgelöst habe.

Anfang 2009 wurde jedoch bereits eine Staatshaftungsklage vom Landgericht Berlin abgewiesen. Damals hatten sich die Rechtsanwälte darauf berufen, dass die EG-Anlegerentschädigungsrichtlinie von der Politik nicht korrekt in deutsches Recht umgesetzt worden sei. (hb)

Foto: Shutterstock

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