Anzeige
Anzeige
17. November 2010, 10:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Premiere: Formaxx veröffentlicht erstmals Geschäftszahlen

Der Hannoveraner Finanzvertrieb Formaxx lüftet den Mantel des Schweigens und legt erstmals seine Ergebnisse offen. Das Unternehmen schrammt demnach knapp an den Top 10 der deutschen Vertriebsbranche vorbei und schreibt bislang noch rote Zahlen.

Ralf-steinmeister-formaxx in Premiere: Formaxx veröffentlicht erstmals Geschäftszahlen

Ralf Steinmeister

Ihr zum 30. September 2010 abgeschlossenes drittes Geschäftsjahr hat die 2007 mit ambitionierten Zielen gestartete Formaxx nach eigenen Angaben mit Provisionseinnahmen in Höhe von 28 Millionen Euro beendet. Dies entspricht einer Steigerung um eine Million Euro gegenüber dem Vorjahr.

Im vierten Geschäftsjahr plant Formaxx, erstmalig schwarze Zahlen zu schreiben, da nunmehr die Investitionsphase nach der Unternehmensgründung abgeschlossen sei. Formaxx-Vorstand Ralf Steinmeister macht indes keinen Hehl daraus, seine Pläne bislang verfehlt zu haben: „Die ursprünglichen Wachstumspläne ließen sich nicht umsetzen.“

Besonders deutlich wird dies bei der Zahl der angeschlossenen Berater, die im vergangenen Jahr um gut 150 auf 520 zurückging. Steinmeister betont indes, „lieber langsamer, dafür aber nachhaltiger und mit hoher Qualität“ zu wachsen. Für den Beraterschwund hat der Formaxx-Chef folgende Erklärung: „Wir setzen hohe Qualitätsstandards und wir haben uns von Beratern getrennt, die diese nicht eingehalten haben“.

Angesichts der vor drei Jahren formulierten Ziele, pro Jahr 400 Berater anzuheuern und sich hinter DVAG und AWD als Top 3 der deutschen Finanzvertriebe zu positionieren, fällt die erste offizielle Zwischenbilanz dennoch recht mager aus. Nach aktuellem Stand der Cash.-Hitliste der Allfinanzvertriebe würde sich Formaxx auf Rang elf wiederfinden.

Dennoch sieht man sich auf einem guten Weg. Im zweiten Quartal 2011 solle, so das Unternehmen, erstmals auf Monatsbasis die Gewinnschwelle erreicht werden, möglicherweise sogar für das gesamte Geschäftsjahr 2010/2011. Mit dieser Ankündigung tritt Formaxx den in der Branche kolportierten Gerüchten über Finanzengpässe entgegen.

Bislang war die Ertragslage bei Formaxx kaum einzuschätzen, da es zur Unternehmensphilosophie erklärt wurde, sich in dieser Hinsicht nicht in die Karten schauen zu lassen. Einziger Hinweis auf die Geschäftsentwicklung war die pflichtveröffentlichte Handelsregisterbilanz. Der zufolge wurde im ersten kompletten Geschäftsjahr zwischen Anfang Oktober 2007 und Ende September 2008 ein Verlust von 14 Millionen Euro verbucht.

Die Finanzierungsstruktur des Unternehmens ist ebenfalls nur schemenhaft zu durchblicken. Ende 2008 war bekanntgeworden, dass die Deutsche Ring Krankenversicherung aus Hamburg Formaxx mit einem Startkredit in zweistelliger Millionenhöhe unterstützt hat. Inzwischen sitzen zwei Vertreter der Signal Iduna, die die Deutsche Ring Kranken mittlerweile unter ihrem Konzerndach aufgenommen hat, im Formaxx-Aufsichtsrat. (hb)

Foto: Formaxx

1 Kommentar

  1. Was für ein Desaster!
    Mit gigantischen Ankündigungen gestartet. Und jetzt diese katastrophale Bilanz.

    Gesagt: Wir werden Nummer 3.
    Getan: Platz 11

    Gesagt: Wir wollen Börsenreife
    Getan: Still ruht der See zu diesem Thema

    Gesagt: 100.000-150.000 Euro Umsatz pro Berater sind das Ziel
    Getan: 54.000 Euro pro Berater

    Gesagt: ZUwachs von 400 Beratern pro Jahr
    Getan: 520 in 3 Jahren

    Gesagt: Wir werden nur gute Berater einstellen.
    Getan: 150 werden entlassen, weil sie nun doch nicht qualitativ gut waren, trotz eingehender Qualitätsprüfung.

    Fazit: Wer soll denen denn überhaupt etwas noch glauben in Zukunft????

    Kommentar von Hans Holtfreter — 19. November 2010 @ 12:12

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Viele Bundesbürger befürchten Geldprobleme im Alter

Mehr als ein Drittel der Bundesbürger zwischen 40 und 55 Jahren geht von einer schlechten eigenen Finanzlage im Alter von 75 Jahren aus, wie aus einer Studie des Sinus-Institutes im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht.

mehr ...

Immobilien

Conwert-Übernahme durch Vonovia perfekt

Vonovia ist es gelungen, mit dem österreichischen Immobilienkonzern Conwert zu fusionieren und so seinen Bestand um über 24.000 Wohnungen zu erweitern. Bis zum Sommer sollen die Unternehmen integriert sein.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsches Aktieninstitut mit eindeutigen Forderungen an die Politik

Viele Berliner Bundespolitiker stehen der Anlage in Aktien weiterhin extrem kritisch gegenüber. Dies könnte allerdings ein Fehler sein, da dieses Instrument ein wichtiges Mittel für die Altersvorsorge ist. Dies trifft insbesondere in dem aktuellen Niedrigzinsumfeld zu.

mehr ...

Berater

Indexpolicen: Einstieg in die “Kapitalmarkt-Denke”?

Seit geraumer Zeit wird in der Assekuranz die Frage diskutiert, ob Kunden über den Zwischenschritt Indexpolicen eher bereit sind, den Schritt in die Welt der rein fondsgebundenen Lösungen zu wagen. Doch viele Versicherer sind skeptisch, ob dies der richtige Weg ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Sachwertbranche lebt noch

Zwei Veranstaltungen in der vergangenen Woche belegen eine Belebung der Sachwertbranche, ließen aber auch Fragen offen. Antworten gibt es vielleicht auf einem weiteren Event an diesem Mittwoch. Der Löwer-Kommentar

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

Elternunterhalt: Betreuungsleistung nicht einkommensmindernd

Im Rahmen einer Überprüfung der Leistungsfähigkeit für den Elternunterhalt ist die vom Unterhaltsschuldner an sein minderjähriges Kind geleistete Betreuung nicht zu monetarisieren und kann somit nicht einkommensmindernd geltend gemacht werden, so der BGH.

mehr ...