Anzeige
8. Februar 2011, 15:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BVR gegen Sonderbehandlung für freie Berater

Am Mittwoch berät der Finanzausschuss des Bundestags zum Anlegerschutzgesetz. Im Vorfeld meldet sich der genossenschaftliche Bankenverband BVR erneut zu Wort und fordert Gleichbehandlung aller Berater. Der Hauptkritikpunkt: Mangelnde Regulierung des freien Finanzvertriebs.

Lautsprecher-Forderung-127x150 in BVR gegen Sonderbehandlung für freie Berater So weist der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Uwe Fröhlich, darauf hin, dass nach wie vor eine gleichwertige Regulierung der Akteure am sogenannten grauen Kapitalmarkt fehle und da insbesondere der freien Finanzvertriebe.

In dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Anlegerschutz ist unter anderem eine Registrierung der Berater bei der Finanzaufsicht Bafin vorgesehen. Die freien Finanzvermittler indes, die geschlossene und offene Fonds vertreiben, sollen nach Plänen der Regierung in einem gesonderten Gesetz, dem Vermögensanlagegesetz geregelt werden – dann allerdings nach der Gewerbeordnung.

Das schmeckt dem BVR überhaupt nicht. „Die Registrierung von 300.000 Bankberatern in ganz Deutschland ist ein administrativer Popanz”, so Fröhlich, “und stellt außerdem eine Ungleichbehandlung mit den freien Finanzvertrieben dar”. Kritik kam in den letzten Wochen auch seitens des Sparkassenverbands (DSGV) und des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), der die Privatbanken vertritt.

Im Übrigen stellten sich die Banken selbstverständlich den Folgen einer möglichen Fehlberatung, bereits jetzt hafte der Vorstand, legt Fröhlich nach. Er schlägt vor, pro Bank einen verantwortlichen Vertriebsbeauftragten bei der Bafin zu registrieren, der auch zu Themen wie beispielsweise Provisionssystemen rechenschaftspflichtig ist.

Über das Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz soll am 9. Februar 2011 im Finanzausschuss des Bundestags beraten und am 11. Februar 2011 im Bundestag abgestimmt werden. (ks)

Foto: Shutterstock

Anzeige

1 Kommentar

  1. Natürlich sollte es eine Gleichbehandlung vor dem Gesetz geben.
    Der BVR sollte sich für Bilanzierungsgleichheit, Gleichbehandlung von Rettungspaketen, Lobbyistentät(lichkeiten)iigkeiten in den Ministerien, Unternehmerverantwortung (Haftung) und politisch protegierten Subventionen und steuerlichen Privilegien sowie Transparenz und Plausibilität ihrer Produkte engagieren und nicht nur dann, wenn der Branche droht, dass ihre fetten Felle davon schwimmen.

    Kommentar von 08hacki — 11. Februar 2011 @ 10:59

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...