Anzeige
Anzeige
8. Februar 2011, 17:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Quirin-Chef sucht Bestätigung bei der Bundesbank

Quirin-Bank-Chef Karl Matthäus Schmidt, einer der lautesten Fürsprecher der Honorarberatung in Deutschland, sieht das Geschäftsmodell seines Unternehmens von der Bundesbank bestätigt. Die stellt in ihrem aktuellen Monatsbericht fest, dass Anleger die Risiken komplexer Anlageprodukte häufig nicht richtig einschätzen können und zu wenig auf die Kosten achten.

Karl-matthaeus-schmidt-127x150 in Quirin-Chef sucht Bestätigung bei der Bundesbank

Karl Matthäus Schmidt

Das ist Wind auf die Gebetsmühle des Quirin-Vorstandssprechers, der sich seit Jahren für die Honorarberatung einsetzt. Schmidt: “Die wenigsten Anleger achten darauf, dass hohe Kosten in den Produkten und zusätzliche Bankgebühren die Höhe des erreichbaren Anlagevermögens erheblich reduzieren”. Hier sei massive Aufklärungsarbeit erforderlich, um das Informationsgefälle zwischen der Bank und ihren Kunden zu beseitigen.

Lege ein Anleger beispielsweise 250.000 Euro in einen aktiv gemanagten Fonds einer Sparkasse mit einer angenommenen Rendite von sieben Prozent an, so Schmidt, dann blieben ihm nach Abzug aller Kosten lediglich 3,2 Prozent Ertrag im Jahr übrig. Würde der gleiche Betrag hingegen in ein günstiges, passiv gemanagtes Produkt investiert, dann blieben nach Kosten rund 4,8 Prozent Rendite jährlich übrig. Diese Differenz führe nach zehn Jahren Anlagedauer zu einem um 36.000 Euro höheren Anlagevermögen. Nach 30 Jahren könnten bis zu 120.000 Euro mehr an Ertrag für den Anleger rauskommen.

Im Monatsbericht der Bundesbank heißt es dazu: “Die entscheidende Rolle von Kostenstrukturen findet bei Direkterwerb von Wertpapieren oftmals zu wenig Beachtung. Kosten treten beispielsweise in der Form von Kauf- und Verkaufskommissionen, von Ausgabeaufschlägen bei Fonds oder in der Differenz zwischen An- und Verkaufspreis auf.” Zum anderen seien für die erworbenen Investments Verwaltungsgebühren und teilweise auch leistungsabhängige Vergütungen zu entrichten.

Beim Honorarberatungsmodell, das Schmidt verfechtet, zahlt der Kunde die Dienstleistung der Beratung, ähnlich einem Steuerberater oder Rechtsanwalt. Die Provisionen, die die Quirin Bank von den Produktgebern erhält, gibt sie laut eigenen Angaben an den Kunden weiter. (hb)

Foto: Quirin Bank

Anzeige

2 Kommentare

  1. […] in Deutschland, sieht das Geschäftsmodell seines Unternehmens von der Bundesbank […] Cash.Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen Share and […]

    Pingback von Quirin-Chef sucht Bestätigung bei der Bundesbank | Mein besster Geldtipp — 9. Februar 2011 @ 09:05

  2. Alles richtig, sofern
    – der passive Fonds im 10jahres Zeitraum die gleiche Bruttorendite erzielt, wie der aktiv gemanagte Fonds.
    – die Honorarberatung auch ihr Geld wert ist.
    Honorarberatung ist ein guter Ansatz aber wie so oft kommt es auf die Ausführung an. Wenn jemand bei der Sparkasse gut beraten wird und dies über angemessene Provisionen zahlt, ist dagegen wohl nichts zusagen.
    … findet ein Nicht-Sparkassen-Mitarbeiter

    Kommentar von M Lenzenhuber — 8. Februar 2011 @ 18:37

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Absolute-Return – Insurtechs – Robo Advisors – Denkmalimmobilien


Ab dem 26. Januar im Handel.

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform

Versicherungen

Versicherungsvertrieb 2017: Mehr Mut zur Fokussierung

Die Bedeutung und das Verständnis für Kundenzentrierung sind in der Versicherungsbranche angekommen. Dreh- und Angelpunkt im Kundenkontakt ist und bleibt der Vertrieb: Hier müssen Unternehmen ansetzen, um auf die Bedürfnisse der Kunden zu reagieren.  Gastbeitrag von Michael Klüttgens, Willis Towers Watson

mehr ...

Immobilien

Patrizia kauft sechs Hotels für Immobilienfonds

Die Patrizia Immobilien AG hat sechs im Bau befindliche Hotelimmobilien in zentralen deutschen Großstadtlagen erworben. Die Hotels mit insgesamt rund 600 Zimmern entstehen aktuell in Berlin, Dortmund, Heidelberg, Krefeld, Stuttgart und Wuppertal und sind langfristig für 20 Jahre an erfahrende Hotelbetreiber vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Ende der Globalisierung durch Trump?

Mit der Amtseinführung Donald Trumps als US-Präsident bricht für die Weltwirtschaft einer Studie der Schweizer Großbank Crédit Suisse zufolge eine neue Ära an. Der Amtseintritt könnte das Ende der Globalisierung bedeuten, wie wir sie kennen, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichen Untersuchung “Getting over Globalization”.

mehr ...

Berater

“Zeitenwende in der Anlageberatung in Deutschland”

Die Berliner Quirin Privatbank sieht durch die im kommenden Jahr in Kraft tretende EU-Richtlinie Mifid II eine neue Ära in der Bankberatung anbrechen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Doric zieht positive Bilanz für 2016

Quadoro Doric hat mit der kernsanierten Büroimmobilie Trappenburch in Utrecht eine weitere Immobilie für den offenen Spezial-AIF Vescore Sustainable Real Estate Europe übernommen und damit das Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

mehr ...

Recht

Verfassungsklage wegen Überleitung von DDR-Renten erfolglos

Eine Verfassungsbeschwerde gegen angebliche Ungerechtigkeiten bei der Übertragung von DDR-Renten im Zuge der Wiedervereinigung ist gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Klage eines Betroffenen schon aus formalen Gründen nicht zur Entscheidung an, wie am Mittwoch in Karlsruhe mitgeteilt wurde (Az. 1 BvR 713/13).

mehr ...