30. März 2012, 17:09

Aragon plant keine weiteren Zukäufe

Der Wiesbadener Finanzdienstleistungs-Konzern Aragon hat 2011 mit einem Rekordumsatz abgeschlossen. Nach eigenen Angaben will sich das Unternehmen künftig auf das organische Wachstum konzentrieren. Weitere Akquisitionen sind demnach nicht geplant.

Grabmaier2-127x150 in Aragon plant keine weiteren ZukäufeWie die Aragon AG mitteilt, sind Umsatz und Absatz auf Rekordniveau gestiegen und auch das operative Ergebnis wurde deutlich verbessert. „Für Aragon war 2011 ein gutes Jahr“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Dr. Sebastian Grabmaier die Ergebnisse. „Wir haben unseren Wachstumskurs fortgesetzt und mit dem Verkauf der Anteile an der BIW Bank unser strategisches Ziel, eine Konzentration auf die Bereiche Finanzvertrieb und -beratung erreicht.“

Im Gesamtjahr 2011 kletterten die Umsatzerlöse um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 127,0 Millionen Euro (2010: 109,2 Millionen Euro), so Aragon. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 43 Prozent auf 5,3 Millionen Euro (2010: 3,7 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat mit 62 Prozent auf 3,0 Millionen Euro (2010: 1,9 Millionen Euro) noch etwas stärker als das EBITDA zugelegt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) der fortgeführten Geschäftsbereiche beträgt 1,8 Mio. Euro (2010: 1,0 Mio. Euro).

Der Jahresüberschuss der fortgeführten Geschäftsbereiche beträgt 1,2 Millionen Euro (2010: 0,8 Millionen Euro). Dabei wurden die bis zum dritten Quartal konsolidierten Gewinne aus der Beteiligung an der BIW Bank für Investments und Wertpapiere AG, Willich, bereits in Abzug gebracht.

Wie der Konzern mitteilte sei der Jahresüberschuss durch die angekündigten einmaligen Sondereffekte aus dem Verkauf der Anteile an der BIW belastet worden. Das Konzernergebnis ist demnach aufgrund dieses Sondereffektes mit minus 5,2 Millionen Euro negativ. Gleichzeitig seien der Aragon AG jedoch aus der Transaktion nach Abzug sämtlicher mit der Transaktion zusammenhängenden Aufwendungen sowie korrespondierenden Tilgungen liquide Mittel in Höhe von rund zehn Millionen Euro zugeflossen.

Der Produktabsatz liegt mit rund 2,4 Millarden Euro erstmals über zwei Milliarden Euro. Der von der Aragon AG verwaltete Bestand an Investmentfonds („Assets under Administration“) ist auf rund 4,2 Mrd. Euro gestiegen. Auch die Zahl der angeschlossenen Vermittler sei im Jahresverlauf von rund 20.500 auf über 22.000 per Ende 2011 gestiegen. Bereits im Sommer 2011 habe die Zahl der von Aragon-Gesellschaften betreuten Kunden die Marke von 1.000.000 (2010: rund 920.000) überschritten.

Aragon rechnet für das laufende Geschäftsjahr 2012 mit einem anhaltend schwierigen wirtschaftlichen und für Finanzdienstleister herausfordernden Marktumfeld. Trotzdem sei geplant den eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen. Finanzvorstand Wulf U. Schütz erläutert: „Unser Beteiligungsportfolio ist nun straff genug organisiert, um uns voll auf das organische Wachstum und die Verbesserung der Ertragskraft zu konzentrieren. Trotz unserer komfortablen Liquiditätssituation sind derzeit keine weiteren Akquisitionen geplant.“ (jb)

Foto: Aragon



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