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26. Dezember 2012, 09:00
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„Berater müssen ihr Wissen auffrischen und ausbauen“

Jakob Trefz, Leiter Vermögensmanagement und Finanzierung beim Finanzdienstleister MLP, spricht im Cash.-Interview über die bestimmenden Themen im Vertrieb 2013 und die Folgen der kommenden Regulierungen.

Jakob Trefz, MLP

Jakob Trefz, MLP

Cash.: Was werden 2013 die größten Chancen beziehungsweise Herausforderungen sein?

Trefz: Bestimmende Faktoren an den Märkten werden auch 2013 die europäische Schuldenkrise, die geldpolitischen Entscheidungen der EZB und die weitere konjunkturelle Entwicklung sein. In diesem weiterhin herausfordernden Marktumfeld ist es deshalb umso wichtiger, die individuelle Risikotragfähigkeit des Kunden als Basis für jede Anlageentscheidung zu nutzen.

 

Cash.: Welche Erwartungen haben Sie an die Geschäftsentwicklung 2013?

Trefz: Das Vermögensmanagement wurde in den vergangenen Jahren gezielt gestärkt und spielt bei MLP eine zunehmend große Rolle. Die Übernahme der Feri AG und die Einführung einer neuen noch transparenteren Gebührenstruktur – die einher mit der Erstattung der Retrozessionen an unsere Kunden geht – werden die positive Entwicklung in diesem Geschäftsfeld weiter unterstützen.

 

Cash.: Welchen Rat geben Sie dem Berater für den Kundenkontakt im kommenden Jahr?

Trefz: Jeder Berater sollte die jeweilige Bedarfslage des Kunden im Detail analysieren und auf Basis der individuellen Risikotragfähigkeit geeignete Investitionsmöglichkeiten besprechen. Wichtig ist weiterhin die permanente Betreuung der Kunden, gerade in Zeiten, in denen die Unsicherheit besonders groß ist. Als bedeutendes Rüstzeug muss der Berater dafür selbstverantwortlich sein Wissen durch gezielte Weiterbildungsprogramme auffrischen und ausbauen.

 

Cash.: Welche Folgen erwarten Sie von der Einführung des Paragrafen 34f GewO?

Trefz: Mit der Einführung des Paragrafen 34f GewO werden Mindeststandards für den Berufszugang für Finanzanlagenvermittler geschaffen und Regelungen, die für Banken wie MLP schon seit Jahren gelten, teilweise auf die gewerblichen Vermittler übertragen. Die Verordnung stellt aber lediglich einen ersten Schritt auf dem Weg zu einem besseren und einheitlichen Ausbildungsniveau im Markt dar.

Wir sind davon überzeugt, dass in punkto Kundenorientierung eine fundierte Ausbildung einen wesentlichen Qualitätsfaktor darstellt und sich letztlich auch im Markt durchsetzen wird. Die entsprechende Ausbildung und eine kontinuierliche Weiterbildung – bis hin zum höchsten international anerkannten Ausbildungsstandard für Finanzberater, dem Certified Financial Planner – bieten wir unseren Beratern in der hauseigenen Corporate University an.

 

Cash.: Das Bundesministerium der Finanzen hat einen Gesetzentwurf zur Honorar-Anlageberatung vorgelegt. Welche Folgen erwarten Sie für den Markt, wenn der Entwurf so umgesetzt werden sollte?

 Trefz: Es ist gut, dass der Bereich gesetzlich geregelt wird. Natürlich wäre eine umfangreichere Regulierung von Berufsbildern besser gewesen, aber als erster Schritt geht der vorgelegte Referentenentwurf in die richtige Richtung. Wichtig ist dabei auch, dass die Politik erkannt hat, dass Honorarberater kein Monopol auf Unabhängigkeit haben und die Regierung deshalb den passenden Begriff „Honorar-Anlageberater“ gewählt hat.

Für eine endgültige Bewertung des Gesetzes sind noch einige Details abzuwarten. Dabei darf man aber eines nie vergessen: Honorarberatung ist nicht per se gleich Qualität, sondern Qualität entsteht an anderen Stellen wie Ausbildung und Produktauswahl – und hier ist MLP führend.

 

Interview: Julia Böhne

Foto: MLP
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1 Kommentar

  1. Aktuelles Wissen und Know how ist die Basis und das Handwerkszeug eines jeden guten Finanzberaters.

    Kommentar von André Perk - FINANCEDOOR GmbH — 26. Dezember 2012 @ 19:55

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