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4. Januar 2012, 16:26
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Jeder Fünfte will weniger sparen

Laut einer Forsa-Umfrage verunsichern die Schuldenkrise und die schwierige Situation an den Finanzmärkten die Sparer. Das Meinungsforschungsinstitut befragte in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Bank of Scotland die Bundesbürger zu ihrer Finanzplanung für die nächsten zwölf Monate.

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Fast jeder fünfte Deutsche (19 Prozent) plant demnach im kommenden Jahr weniger auf die Hohe Kante zu legen, 2011 waren es noch 14 Prozent. Nur 16 Prozent der Befragten wollen 2012 mehr Rücklagen bilden, im Vorjahr waren es noch zwei Prozent mehr. Wie im Vorjahr gab jedoch die Mehrheit (63 Prozent) an ihr Sparverhalten nicht verändern zu wollen.

In Ostdeutschland ist der Anteil derjenigen, die im neuen Jahr weniger sparen möchten mit 24 Prozent höher als im Westen (18 Prozent). Weniger Geld zurücklegen möchten vor allem Bürger in Mecklenburg-Vorpommern (32 Prozent), Saarland (28 Prozent), Sachsen-Anhalt und Brandenburg (jeweils 25 Prozent). In Hessen (elf Prozent), Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (jeweils 15 Prozent) plant hingegen ein deutlich geringerer Anteil der Befragten weniger zu sparen. Ein geschlechtsspezifischer Unterschied im Sparverhalten ist aus der Umfrage ebenfalls erkennbar: 21 Prozent der Frauen geben an zukünftig mehr Geld für den Konsum verwenden zu wollen, bei den Männern sind es 18 Prozent.

Der Trend zu einer geringeren Sparneigung zeichnet sich bundesweit ab, die Gründe sind jedoch sehr unterschiedlich. Fast ein Viertel derjenigen, die 2012 weniger sparen wollen, begründete dies damit, dass sie das aktuelle Niedrigzinsumfeld als unattraktiv für Geldanlagen einschätzen. 19 Prozent der Befragten erwarten im kommenden Jahr geringere Einnahmen, 18 Prozent wollen mehr Geld in ihre Hobbys und Freizeitaktivitäten investieren und 15 Prozent planen eine größere Anschaffung. Auch die Angst vor einer Inflation (16 Prozent), Arbeitslosigkeit (13 Prozent) und die steigenden Lebenshaltungskosten (zwölf Prozent) wurden als Ursachen genannt.

Die Umfrage fand im Zeitraum 25. Oktober bis 6. November 2011 im Auftrag der Bank of Scotland statt. Es wurden 1.680 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren befragt. (jb)

Foto: Shutterstock

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