Anzeige
15. April 2013, 11:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mehrheit der Deutschen fürchtet Altersarmut

Rund 60 Prozent der Bundesbürger sorgen sich um ihre finanzielle Absicherung im Alter, so eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts You Gov. Damit sei die Angst in Deutschland etwas weniger verbreitet als im Durchschnitt der europäischen Länder (69 Prozent).

Mehrheit der Deutschen fürchtet Altersarmut78 Prozent der über 11.000 befragten Europäer in elf europäischen Ländern sind demnach besorgt darüber, ob der Staat ihre Rente später noch bezahlen kann. 69 Prozent aller Befragten geben an, Angst vor Altersarmut zu haben. Zwar fühle sich mehr als die Hälfte (57 Prozent) ausreichend über die private Altersvorsorge informiert. Eine deutliche Mehrheit von 79 Prozent ist demnach aber der Ansicht, mehr privat vorsorgen zu müssen, um den individuellen Lebensstandard im Alter halten zu können. Dennoch würde nur rund ein Viertel (27 Prozent) der europäischen Sparer zusätzliches Einkommen für die private Altersvorsorge zurücklegen.

In den durch die Schuldenkrise stark betroffenen Ländern Südeuropas ist die Angst vor Altersarmut laut der Umfrage besonders weit verbreitet. In Portugal und Italien befürchten demnach jeweils neun von zehn Befragten Armut im Alter. In Griechenland und Frankreich fürchten über 80 Prozent Altersarmut, in Spanien sind es fast drei Viertel (73 Prozent). Doch auch in wirtschaftsstarken Ländern sind die Bürger stark verunsichert. So befürchten beispielsweise 63 Prozent der Deutschen und knapp die Hälfte (45 Prozent) der Norweger Armut im Alter.

Kaum Spielraum für Rücklagen

62 Prozent aller Befragten sieht sich finanziell nicht in der Lage, privat für das Alter vorzusorgen, so die Umfrage. Das gelte vor allem für die Südeuropäer und Franzosen. Den geringsten finanziellen Spielraum für Altersrücklagen sehen demnach die Bürger in Griechenland. Dort geben 78 Prozent der Befragten an, keine private Vorsorge leisten zu können, gefolgt von den Portugiesen (75 Prozent).

Auch in Spanien, Italien und Frankreich seien jeweils über 70 Prozent der Befragten dieser Ansicht. Deutschland liege mit 58 Prozent knapp im Mittelfeld. Den meisten Spielraum sehen laut der Umfrage die Norweger: Dort gibt demnach nur knapp die Hälfte (45 Prozent) an, keine privaten Rücklagen für die Altersvorsorge bilden zu können.

Für die Umfrage, die You Gov im Auftrag von “Investmentfonds. Nur für alle.” durchgeführt hat, wurden repräsentativ  11.268 Teilnehmer aus elf europäischen Ländern (Deutschland, England, Frankreich, Griechenland, Italien, Norwegen, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweiz, Spanien) vom 4. bis zum 26. Februar 2013 befragt. (jb)

 

Foto: Shuttersock

1 Kommentar

  1. Die Politiker sollten da noch mehr werben für die private Absicherung. Wer sich heute nur auf die gesetzliche Rente verlässt dem ist im Alter nicht zu helfen.

    Kommentar von Jan Lanc — 17. April 2013 @ 16:17

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

DVAG mit Rekord-Umsatz

Die Unternehmensgruppe Deutsche Vermögensberatung (DVAG) meldet für das Jahr 2016 überdurchschnittlich erfolgreiche Geschäftszahlen in Bezug auf Umsatz und Jahresüberschuss.

mehr ...

Immobilien

Immobilien in Hamburg werden teurer

Immobilien- und Grundstückspreise in Hamburg sind im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Wie die Bausparkasse LBS am Dienstag mitteilte, müssen Käufer vor allem in Zentrumsnähe tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr.

mehr ...

Investmentfonds

Schlumberger geht zu StarCapital

Der Vermögensverwalter StarCapital AG bekommt zum 1. April 2017 prominenten Zuwachs im Vorstand, der künftig aus fünf Personen besteht. 

mehr ...

Berater

Insolvenzverwalter der Infinus-Mutter geht leer aus

Eine Ordensgemeinschaft ist nicht verpflichtet, ein von der Infinus-Mutter Future Business KGaA zurückgezahltes Nachrangdarlehen an den Insolvenzverwalter der Unternehmensgruppe auszuschütten. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Hotelfonds mit Erfolg

Die Lloyd Fonds Gruppe aus Hamburg hat eine weitere Fonds-Hotelimmobilie inklusive der Einzelhandelsflächen an die Hotelgruppe „Motel One“ verkauft. Für das von Motel One betriebene Hotel in Leipzig wurde ein Kaufpreisfaktor von 22,2 bezogen auf die Jahresnettomiete erzielt, teilt Lloyd Fonds mit.

mehr ...

Recht

BU versus AU: Abgrenzung der Leistungsversprechen

Die Arbeitsunfähigkeitskomponente im Rahmen einer Berufsunfähigkeitspolice kann bei unbedarften Versicherungsnehmern zu Verwirrung führen, auch wenn AU und BU zwei gänzlich unterschiedliche Leistungsversprechen beinhalten.

mehr ...