Anzeige
Anzeige
3. Januar 2013, 10:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Kunden wollen Filialbanken

Die Mehrheit der Deutschen legt Wert auf eine Filialbank in ihrer Nähe. So das Ergebnis einer repräsentativen Studie der auf Finanzdienstleister spezialisierten Unternehmensberatung Eurogroup Consulting (EGC). Die Kommunikation über andere Kanäle ist den Befragten demnach weniger wichtig als die persönliche Betreuung.BankberatungBankberatung

Bankberatung65 Prozent der Bankkunden sei eine Zweigstelle in der Nähe ihres Wohnorts wichtiger als die ständige Erreichbarkeit über Telefon oder Internet, so die aktuelle Studie „Wie Kunden Bank wollen“. Der Wunsch nach Filialen werde von allen Altersklassen geteilt. Selbst bei den 18- bis 24- Jährigen legen demnach 64 Prozent Wert darauf, eine Zweigstelle ihrer Bank in der Nähe des eigenen Wohnorts vorzufinden.

Laut der Studienautoren zeigt sich damit, dass sich das Modell der Filialbank auch im Online-Zeitalter behauptet hat. Allerdings erwarten demnach gerade jüngere Kunden, dass ihre Bank neben der Filiale auch Angebote im Internet bereithält. So sei fast die Hälfte der 18- bis 34-Jährigen der Meinung, dass eine Bank stärker auf Dienstleistungen und Angebote im Internet setzen muss, um sie als neue Kunden zu gewinnen.

Jeder zweite Kunde ist unzufrieden

Trotz des Zuspruchs für das Filialmodell, sind viele Kunden mit ihrer Bank unzufrieden, so die Studie. So haben demnach 59 Prozent das Gefühl, in der Filiale ihrer Bank nicht immer willkommen zu sein. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es sogar drei Viertel der Befragten.

47 Prozent aller Kunden betreten darüber hinaus ungern ihre Bank, weil sie sich dort nicht wohl fühlen. Dies führen die Studienautoren darauf zurück, dass sich die Kreditinstitute im Rahmen der Bankberatung nicht ausreichend um ihre Kundschaft kümmern. So geben 52 Prozent der Befragten an, dass sie Schwierigkeiten haben, den richtigen Ansprechpartner zu finden.

Mehrheit will persönlichen Ansprechpartner 

„Kreditinstitute sollten nicht den Fehler machen, angesichts der Unzufriedenheit vieler Kunden die Existenz der Filialen grundsätzlich in Frage zu stellen“, meint EGC-Finanzexperte Heinrich Piermeier. Denn die Studie zeige, dass Kunden ihre Bankfilialen behalten wollen und sich wünschen, dass ihre Bedürfnisse stärker berücksichtigt werden.

So wollen 57 Prozent der Kunden einen persönlichen Ansprechpartner, an den sie sich jederzeit wenden können. Dies sei den meisten Befragten wichtiger als flexible Öffnungszeiten oder modern gestaltete Filialräume. Banken müssten stärker darauf hören, was ihre Kunden wollen, so Piermeier. Dann habe das Modell der Filialbank eine Zukunft.

Für die im Auftrag der EGC durchgeführte Studie „Wie Kunden Bank wollen“ wurden vom 25. bis zum 31. Oktober 2012 insgesamt 1.000 Bankkunden ab 18 Jahren mit Hauptwohnsitz in Deutschland befragt. (jb)

 

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Krankenkassen geben mehr für freiwillige Angebote aus

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für freiwillige Leistungen haben sich in den vergangenen vier Jahren fast verdoppelt. Das geht nach einem Bericht der “Berliner Zeitung” (Mittwoch) aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervor, die die Linken-Gesundheitspolitikerin Birgit Wöllert angefordert hat.

mehr ...

Immobilien

Vorgeschobener Eigenbedarf: Mieter steht Schadensersatz zu

Ein Mieter, dem aufgrund von Eigenbedarf gekündigt wurde, klagte vor mehreren Instanzen auf Schadensersatz, da der Vermieter die Wohnung nach seinem Auszug nicht wie angekündigt nutzte. Der Bundesgerichtshof (BGH) gab dem Kläger in einem Urteil am Mittwoch Recht.

mehr ...

Investmentfonds

Münchener Rück erwartet Brexit-Schaden für UK-Wirtschaft

Der Rückversicherer Munich Re erwartet in den nächsten zwei Jahren einen deutlich spürbaren Brexit-Schaden für die britische Konjunktur.

mehr ...

Berater

Finanzierung für Selbstständige und Unternehmer

Für Selbstständige und Freiberufler ist es deutlich schwieriger, einen Kredit zu erhalten als für Angestellte. Aber es gibt nicht nur den klassischen Bankkredit. Wer bei der Kreditanfrage von seiner Hausbank eine Absage erhält, kann zu anderen Mitteln greifen. Wir zeigen auf, welche Alternativen es gibt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Offshore-Strom legt deutlich zu

Lange fehlten oft die Verkabelungen, um den aus See produzierten Strom an Land zu bringen. Doch jetzt scheinen die Offshore-Windparks ihren Beitrag zur Stromerzeugung in einem deutlich größeren Umfang zu leisten.

mehr ...

Recht

Makler oder Mehrfach-Agent? Versicherungsnehmer ist beweisbelastet

Für die Behauptung, ein Versicherungsvermittler, der die Antragsfragen aufgenommen hat, sei als Mehrfach-Agent tätig geworden, ist der Versicherungsnehmer beweisbelastet. Dies entschied das Oberlandesgericht Dresden in einem aktuellen Urteil.

mehr ...