Anzeige
13. Juni 2014, 15:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DVAG-Gründer Pohl ist verstorben

Professor Dr. Reinfried Pohl, Vorsitzender des Vorstands und Gründer der Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) ist tot. Wie der Frankfurter Allfinanzvertrieb mitteilt, verstarb Pohl am Donnerstagabend plötzlich und unerwartet im Alter von 86 Jahren an einem Herzversagen.

DVAG: Unternehmensgründer Reinfried Pohl ist verstorben

Professor Dr. Reinfried Pohl, Vorsitzender des Vorstands und Gründer der DVAG verstarb am Donnerstagabend im Alter von 86 Jahren an einem Herzversagen.

“Mit Bestürzung haben wir vom überraschenden Tod unseres Unternehmensgründers erfahren. Wir sind tief erschüttert, sein Tod hinterlässt eine große Lücke für die Deutsche Vermögensberatung AG. Reinfried Pohl war Vorbild und Mentor, er war eine beeindruckende Persönlichkeit und ein großer Menschenfreund. Er wird uns sehr fehlen. Unser Mitgefühl gehört seiner von ihm über alles geliebten Familie”, kommentiert der Vorsitzende des Aufsichtsrates der DVAG Friedrich Bohl.

Pohl zählte neben seiner Tätigkeit als Chef der DVAG zu den größten Förderern zahlreicher sozialer Projekte, hauptsächlich aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Medizin. Vor allem seiner Heimatstadt Marburg und dem DVAG-Firmensitz Frankfurt am Main war Pohl als Mäzen besonders verbunden. Reinfried Pohl wurde 1928 im Sudetenland geboren.

Entwickler des Allfinanzkonzepts

Nach Kriegsende wurde er aus seiner Heimat vertrieben und studierte ab 1948 Rechtswissenschaften an der Universität Marburg an der Lahn und promovierte ebenda. Nach leitenden Funktionen bei namhaften Versicherungsgesellschaften gründete er 1970 die erste Vermögensberatungsgesellschaft und schuf dabei einen ganz eigenen Berufsstand mit der Bezeichnung „Vermögensberater“. Damals prägte Pohl auch den Begriff „Allfinanz“.

Seine neue Idee, breiten Kreisen der Bevölkerung “aus einer Hand und einem Kop” branchenübergreifend eine breite Palette von Finanz- und Versicherungsprodukten anzubieten, war für Banken und Versicherungen bahnbrechend. Denn erstmals wurde Kunden damit durch seine Vermögensberater ein individuell maßgeschneidertes Gesamtkonzept angeboten – und das auf Wunsch auch in den eigenen vier Wänden.

Gründer der DVAG

Gleichzeitig legte diese neue Herangehensweise in der Kundenberatung den Grundstein für die Erfolgsgeschichte des 1975 von Dr. Pohl gegründeten Unternehmens, das heute unter Deutsche Vermögensberatung AG firmiert. Dabei war dem Unternehmer von Anfang an eine solide Zusammenarbeit mit namhaften Partnergesellschaften wichtig. Hierzu zählen insbesondere die Generali Deutschland Gruppe (mit AachenMünchener, Central Krankenversicherung, Advocard Rechtschutzversicherung und Deutschen Bausparkasse Badenia) und die Deutsche Bank-Gruppe.

Heute betreut die DVAG mit über 37.000 haupt- und nebenberuflichen Vermögensberatern mehr als sechs Millionen Kunden rund um Vermögensaufbau, Vorsorge und Risikoabsicherung und setzt sich seit Jahren deutlich vom Wettbewerb ab. Mit über 3.400 Direktionen und Geschäftsstellen sowie sechs Millionen Kunden ist sie der größte eigenständige Finanzvertrieb Deutschlands. Seine Lebensleistung ist einzigartig in der deutschen Finanzgeschichte.

Söhne Pohls übernehmen das Geschäft

Wie die DVAG mitteilt, galt Pohls Augenmerk und seine Kraft bis zuletzt “seiner DVAG” und den ihm anvertrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sein Unternehmergeist, seine Fähigkeit, sich auf die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen der Zeit unternehmerisch einzustellen, sein analytischer Verstand, auch komplexe finanzwirtschaftliche Sachverhalte zu erfassen und für sein Unternehmen zu nutzen, seine Fähigkeit Menschen für sich einzunehmen und ihr Vertrauen zu gewinnen, machten Reinfried Pohl zu einer Ausnahmepersönlichkeit, so der Allfinanzvertrieb.

Es war der Wunsch des Verstorbenen im Kreise seiner Familie beigesetzt zu werden. Nach dem Tod des Vaters werden Reinfried Pohl jr. (54) und Andreas Pohl (49), die seit dreißig Jahren dem Unternehmen in leitender Funktion angehören, die Führung des Unternehmens übernehmen und das Lebenswerk ihres Vaters fortsetzen. (jb)

Foto: DVAG

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Cash. 9/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Brexit - China - Digitalisierung - Offene Immobilienfonds - Berlin - Hitliste Maklerpools

Ab dem 11. August im Handel.

Versicherungen

Versicherer auf Risiko-Kurs

Eine Absicherung für Job und Freizeit zu ermöglichen, gehört zu den Kernkompetenzen der Versicherer. Die Menschen vor existenziellen Risiken zu schützen, wird von Marktbeobachtern als ein Besinnen der Branche auf deren Grundtugenden gelobt. Doch die “Biometrie”-Ausrichtung birgt auch Risiken.

mehr ...

Immobilien

Studentenwohnungen als Crowdinvestment

In Oestrich-Winkel, im Herzen des Rheingaus bei Wiesbaden, kann deutschlandweit über Crowdinvesting in ein Studentenwohnheim investiert werden.

mehr ...

Investmentfonds

BNP Paribas Investment Partners baut deutsches ETF-Geschäft aus

Das franzöische Institut BNP Paribas Investment Partners setzt seine europäische Expansion im ETF- und Indexfondsbereich aus und ernennt Claus Hecher zum Head of Business Development für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz.

mehr ...

Berater

Mehrheit der Deutschen gegen Abschaffung von Bargeld

Die Mehrheit der Deutschen ist gegen die Abschaffung von Bargeld. 44 Prozent der Befragten würden bei einer Volksabstimmung gegen ein Ende von Schein und Münze stimmen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Windparks: Lloyd Fonds lagert Betriebsführung aus

Der Asset Manager Lloyd Fonds übergibt die Betriebsführung zweier Windparks an Chorus Clean Energy. Die Eigentumsverhältnisse der Fondsgesellschaften sollen aber ebenso wie die Betreuung der Anleger durch die Lloyd Treuhand unverändert bestehen bleiben.

mehr ...

Recht

Rechtsfragen zur Digitalisierung, Teil 4: “Technische Kreativität erforderlich”

Bei einer Online-Vertriebsplattform ist es nur schwer nachvollziehbar, ob ein Anleger die Texte aufmerksam liest und versteht. Es ist ungewiss, wie die Rechtsprechung die vermeintlichen Ansprüche eines nichtlesenden Anlegers bewerten wird. Gastbeitrag von Dr. Gunter Reiff, RP Asset Finance Treuhand

mehr ...