27. Februar 2014, 09:01

Honorarberater treffen sich in Hanau

Der neunte Honorarberater-Kongress des Amberger Verbunds Deutscher Honorarberater (VDH) lockte über 600 Besucher am 25. Februar 2014 ins hessiche Hanau. Veranstaltungsort des VDH-Kongresses war in diesem Jahr der Congress Park Hanau.

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44 Aussteller präsentierten sich den Teilnehmern an ihren Ständen. Auch Cash. war als Medienpartner vertreten. Als der Kongress vor acht Jahren zum ersten Mal stattfand, lag die Zahl der Teilnehmer bei 200. In diesem Jahr waren es 610. In seiner Eröffnungsrede betonte VDH-Geschäftsführer Dieter Rauch, wie deutlich die Honorarberatung in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen habe. Mittlerweile arbeiten demnach 2000 Finanzexperten in Deutschland als Honorarberater.

Begleitet wurde die Veranstaltung von einem vielfältigen Rahmenprogramm aus Vorträgen, Workshops und Podiumsdiskussionen. Ein Besuchermagnet waren die Vorträge von vier Honorarberatern, die aus ihrer Berufspraxis berichteten. Aufgrund des großen Andrangs interessierter Zuhörer musste die Veranstaltung zweimal umziehen, nachdem der ursprüngliche Tagungsraum auch mit Zusatzbestuhlung keinen aursreichenden Platz bot.

Honorarberater sollen sich bewähren

Zu den Teilnehmern der Podiumsdiskussionen gehörten Experten wie der Wirtschaftsprofessor Dr. Max Otte, Philipp Vorndran von Flossbach von Storch, Achim Küssner, Geschäftsführer der Schroder Investment Management, sowie VDH-Geschäftsführer Rauch. Die Auswirkungen der Verordnung für Honorar-Anlageberater wurden von Dr. Erich Paetz (Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz), Michael H. Heinz (Bundesverband deutscher Versicherungskaufleute e.V.), Dr. Annabel Oelmann (Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen) und Philipp Mertens (Berufsverband deutscher Honorarberater e.V.) diskutiert.

Paetz forderte die anwesenden Honorarberater dazu auf, ihren Vertrauensvorschuss nicht zu verspielen. “Honorarberater müssen sich jetzt bewähren”, sagte Paetz. Er berichtete, dass derzeit eine Studie zur Qualität der Anlageberatung laufe, in deren Rahmen Testkäufe bei Banken, Maklern und Honorarberatern geplant seien.

“Sollten die Versprechen der Honorarberatung nicht eingehalten werden, wird die Enttäuschung bei den Verbrauchern sehr groß sein”, so der Ministerialrat. Es gelte, die Voraussetzung für ein Nebeneinander von Provisions- und Honorarberatung zu schaffen. Letztlich müsse aber der Verbraucher entscheiden, für welche Beratungsform er sich entscheide.

VDH mit Kongress zufrieden

Der VDH zieht eine positive Bilanz der Veranstaltung. Mit der Wahl des diesjährigen Austragungsortes sei man gut beraten gewesen, so der VDH. Dies spiegele sich im Feedback der rund 610 Fachbesucher und 44 Aussteller.

“Wir sind keine Überflieger”, erläutert VDH-Geschäftsführer Rauch. “Wir sind vielmehr seit 14 Jahren sehr organisch gewachsen. Sehr gut nachvollziehbar ist das anhand unserer Kongress-Entwicklung. 2014 war eindeutig der stärkste Kongress. Wir können nur hoffen, dass die Qualität, die wir hier mit dem VDH bieten, auch von anderen Honorarberatern nachvollzogen wird. Ansonsten befürchte ich, daß wir auch in der Honorarberatung zukünftig nicht nur weiße Schafe zählen werden.” (jb)

Foto: Cash. / VDH


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