Anzeige
15. April 2014, 09:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Social Media & Co.: Mut zum Weg- und Loslassen

Wir leben in einer Zeit der Beschleunigung. Stillstand ist Rückschritt. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Beinahe jeden Tag hagelt es neue Möglichkeiten. Doch macht es wirklich erfolgreich, auf jeden vorbeifahrenden Zug blind aufzuspringen?

Die Rankel-Kolumne

Social-Media-Rankel in Social Media & Co.: Mut zum Weg- und Loslassen

Jede Neuerung wird bejubelt, und man “muss” auf jeden Fall dabei sein.

Die über vier Meter hohe David-Statue Michelangelos ist weltberühmt. An der Bearbeitung des riesigen Marmorblocks war zuvor schon ein anderer Bildhauer gescheitert. Papst Julius der II. war begeistert von Michelangelos Genie und fragte den Künstler nach seinem Geheimnis. Michelangelo soll geantwortet haben: “Ganz einfach: Ich habe alles entfernt, was nicht David war.”

Kunst des Weglassens

Ich liebe diese Anekdote, weil sie die Aufmerksamkeit auf eine Fähigkeit lenkt, die mehr und mehr in Vergessenheit gerät: die Kunst des Weglassens. Erfolg hängt davon ab, das Richtige zu tun. Er hängt aber mindestens ebenso sehr davon ab, das Falsche nicht zu tun.

Das Zweite hat zudem noch den unwiderstehlichen Vorteil, dass es enorm Zeit spart. Beispiel Social Media. Es begann, wenn ich mich richtig erinnere, mit Facebook und Xing. Inzwischen gibt es auch Twitter, Linkedin, Google+, Instagram, Pinterest. Von Blogs, Apps, Webinaren und anderen Entwicklungen, die längst in der Pipeline sind, ganz zu schweigen.

Es gibt Kollegen, die inzwischen extra Mitarbeiter beschäftigen, um all das im Auge zu behalten und zu bespielen. Lohnt sich das? Für manchen möglicherweise. Ich habe mich dagegen entschieden und lebe gut damit.

Social Media: Kritikloser Hype

Damit wir uns nicht missverstehen: Ich habe nichts gegen Social Media. Gerade überzeugt mich meine Tochter, dass Whatsapp die genialste Erfindung seit der Mondlandung ist. Was mich stört, ist der kritiklose Hype auch bei Menschen, die älter sind als zehn.

Jede Neuerung wird bejubelt, und man “muss” auf jeden Fall dabei sein. Scharen von Buchautoren und Marketingexperten erklären wortreich, warum jeder, der sich ausklinkt, geschäftlichen Selbstmord begeht.

Das schafft eine Atmosphäre hektischer Betriebsamkeit, in der eines zu kurz kommt: das Nachdenken, was man wirklich will und mit welcher Strategie man dieses Ziel am klügsten ansteuert.

Pardon, aber ich möchte mein Geschäft nicht so betreiben, dass ich über jedes Stöckchen springe, das mir irgendjemand hinhält. Auch wenn es sich dabei um eine “geniale” Webidee handelt, die irgendjemand im fernen Kalifornien ausgetüftelt hat.

Seite zwei: Ballast über Bord werfen

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Viele Bundesbürger befürchten Geldprobleme im Alter

Mehr als ein Drittel der Bundesbürger zwischen 40 und 55 Jahren geht von einer schlechten eigenen Finanzlage im Alter von 75 Jahren aus, wie aus einer Studie des Sinus-Institutes im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht.

mehr ...

Immobilien

Wohnungsbau in Berlin zieht deutlich an

Der Wohnungsbau in Berlin kommt weiter in Schwung. Im vergangenen Jahr genehmigten die Behörden 25.063 neue Wohnungen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit 1997.

mehr ...

Investmentfonds

Brasilien bietet ausgezeichnete Reformdynamik

In den vergangenen Jahren war das Image von Brasilien bei Anlegern deutlich angekratzt. Allerdings hat sich in dem bevölkerungsreichsten Land viel bewegt, so dass die Situation neu bewertet werden muss. Gastkommentar von Maarten-Jan Bakkum, NN Investment Partners

mehr ...

Berater

Indexpolicen: Einstieg in die “Kapitalmarkt-Denke”?

Seit geraumer Zeit wird in der Assekuranz die Frage diskutiert, ob Kunden über den Zwischenschritt Indexpolicen eher bereit sind, den Schritt in die Welt der rein fondsgebundenen Lösungen zu wagen. Doch viele Versicherer sind skeptisch, ob dies der richtige Weg ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erfolgreiche Projekte von Project

Der Asset Manager Project Investment hat 2016 zusammen mit dem Partner Project Immobilien insgesamt fünf Wohnungsbauprojekte erfolgreich abgeschlossen und damit eine durchschnittliche Objektrendite von über zwölf Prozent auf das eingesetzte Kapital erzielt.

mehr ...

Recht

Elternunterhalt: Betreuungsleistung nicht einkommensmindernd

Im Rahmen einer Überprüfung der Leistungsfähigkeit für den Elternunterhalt ist die vom Unterhaltsschuldner an sein minderjähriges Kind geleistete Betreuung nicht zu monetarisieren und kann somit nicht einkommensmindernd geltend gemacht werden, so der BGH.

mehr ...