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3. Februar 2014, 08:30
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Technologischer Wandel bringt Finanzdienstleister an Grenzen

Nur eine von zehn Führungskräften in der Finanzdienstleistungsbranche ist der Ansicht, man könne sich rasch neue Möglichkeiten zunutze machen oder sich an unvorhergesehene Veränderungen in der Zukunft anpassen. Dies ist ein Ergebnis der neuen Studie mit dem Titel “Die Herausforderung der Geschwindigkeit”, die von der Economist Intelligence Unit durchgeführt und von Ricoh Europe gesponsert wurde.

Ricoh-Europe Carsten-Bruhn750 in Technologischer Wandel bringt Finanzdienstleister an Grenzen

Carsten Bruhn, Ricoh Europe, sieht in den kommenden drei Jahren viele gegensätzliche Herausforderungen für Finanzdienstleister.

Die Herausforderungen wachsen stetig: Gegensätzliche Interessen und Anforderungen von Kunden, Regulierungsbehörden und Aktionären müssen unter einen Hut gebracht werden. Gleichzeitig gilt es, mit dem Tempo des technologischen Wandels Schritt zu halten und geschäftskritische Prozesse entsprechend zu überprüfen und anzupassen, heißt es in der Studie.

Notwendige Bereiche des Wandels

Die Befragten aus der Finanzdienstleistungsbranche stammen aus dem Privatkunden- und Firmenkundengeschäft, dem Investment Banking sowie aus der Versicherungssparte. Wenn es um die schnelle Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen geht, so herrscht eindeutig Zuversicht. Führungskräfte in der Finanzdienstleistungsbranche bewerten diese übereinstimmend als den achten der zehn Bereiche, in denen ein schneller Wandel besonders notwendig ist.

Jedoch sind die Bereiche, von denen die befragten Führungskräfte angeben, sie bräuchten innerhalb der nächsten drei Jahre eine schnelle Veränderung, gleichzeitig die, welche der Branche bereits die größten Kopfschmerzen bereiten: die Einführung neuer Technologien (an erster Stelle), Werbung und Kundenbindung (an zweiter Stelle) und die Verbesserung der Kerngeschäftsprozesse (an dritter Stelle).

Nicht in der Lage Ideen umzusetzen

Obwohl über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) angeben, sie hätten viele Ideen zum Umgang mit zukünftigen Veränderungen, gaben sie jedoch zu, dass sie nicht in der Lage sind, diese Ideen auch effektiv umzusetzen. Dieser Wert liegt über dem anderer Branchen, wo er im Durchschnitt 43 Prozent beträgt.

Diese große Lücke zwischen dem Entwurf neuer Ideen für den Wandel und der tatsächlichen Umsetzung dieser Ideen hängt unter Umständen mit der Vorsicht zusammen, die Führungskräfte im Finanzdienstleistungssektor im Umgang mit mehreren Interessengruppen und Vorschriften an den Tag legen.

Veränderung von Prozessen kostet Kunden

Die größten Nachteile einer zu schnellen Veränderung von Prozessen sind ihrer Meinung nach an erster Stelle der Verlust von Kunden (38 Prozent), an zweiter Stelle die erhöhten Ausgaben (36 Prozent) und an dritter Stelle die Gefahr, das Unternehmen neuen möglichen Risiken auszusetzen (35 Prozent).

Carsten Bruhn, Executive Vice President, Ricoh Europe sagt dazu: “Bei ihrem Streben nach Veränderung werden die Finanzdienstleister in den Jahren 2014, 2015 und 2016 noch vor einer Vielzahl gegensätzlicher Herausforderungen stehen. Doch wenn sie die kritischen Bereiche gezielt angehen, können sie Nachteile schnell in echte Vorteile verwandeln. Sie können besser auf Kundenbedürfnisse reagieren, effektiver arbeiten und setzen sich weniger Risiken aus.” (fm)

Foto: Ricoh Europe

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