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19. Juni 2015, 09:03
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Mitarbeiterführung: Feedback geben – aber richtig

Ohne Kritik des Chefs geht es nicht! Inspiration und Motivation müssen sein für die Bestleistung von Mitarbeitern im Finanzvertrieb – keine Frage. Doch neben Lob und Anerkennung ist auch Kritik wichtig dafür, dass das Finanzberater-Team die PS auf die Straße bringt.

Gastbeitrag von Andreas Buhr, Speaker, Trainer und Dozent

Feedback

“Wichtig ist, dass Sie nichts ohnehin Unabänderliches ansprechen. Wenn das Gegenüber keine Chance hat, etwas zu ändern, wirkt solche Kritik nur frustrierend”.

Mitarbeiter im Finanzvertrieb brauchen das Feedback ihrer Führungskraft, um einschätzen zu können, ob diese mit ihren Leistungen zufrieden ist. Und somit auch, wann mehr von ihnen erwartet wird. Wo etwas verbesserungswürdig ist. Wo sie sich weiterentwickeln sollten oder könnten. Kurz: Sie brauchen Orientierung.

Auf der anderen Seite kann nicht jeder mit Kritik oder den Erwartungshaltungen Anderer gut umgehen. Genau das ist die Herausforderung für Führungskräfte im Finanzvertrieb: Feedback erfordert Sensibilität und Übung im Umgang mit verschiedenen Persönlichkeiten. Aber auch Durchsetzungskraft und die Fähigkeit, Erwartungen zu formulieren. Kritik ebenso wie Lob und Anerkennung zu begründen.

Klares Führungsverhalten gefordert

Allem voran kommt es auf ein klares Führungsverhalten an. Wenn Mitarbeiter für gleiche Leistungen mal gelobt, mal kritisiert werden, verlieren sie den Respekt. Und die Motivation. Dann können Sie sich als Vorgesetzter der Finanzberater auch Ihr Lob sparen!

Was ankommt sind nachvollziehbare Bewertungsgrundsätze statt Tageslaune. Transparenz. Und Klarheit statt Widersprüche.

Beziehen Sie sich bei Ihrem Feedback daher auf konkretes Verhalten beziehungsweise auf konkrete Situationen, die durch das Verhalten des Anderen entstanden sind. Beschreiben Sie diese, ohne das Verhalten zu interpretieren oder zu bewerten. Anklagen, Belehrungen und Verabsolutierungen à la “Immer informieren Sie uns zu spät” sind Tabu beim Feedback-Geben.

Seite zwei: Vermeiden Sie Wertungen

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