Anzeige
Anzeige
26. Juni 2015, 08:03
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Makler und Honorarberater sollten kooperieren”

Davor Horvat, Vorstand des Karlsruher Finanzdienstleisters Honorarfinanz AG, rät Provisions- und Honorarberatern, statt auf Konkurrenz auf Kooperation zu setzen. Mit Cash. hat er über die Vorteile dieser Zusammenarbeit gesprochen.

Honorar

“In den USA arbeiten Anlageberater und Versicherungsexperten Hand in Hand. Sie bedienen zum Beispiel gleiche Zielgruppen oder positionieren sich als eine Einheit am Markt”.

Sie sprechen sich für eine Zusammenarbeit von Honorar- und Provisionsberatern aus, warum?

Horvat: Ich spreche mich genau genommen für die strategische Kooperation zwischen Honorar(finanz)anlageberatern und reinen, spezialisierten Versicherungsmaklern aus. Beide haben eine komplett andere fachliche Ausrichtung. Ob der Versicherungsmakler dafür eine Courtage oder ein Honorar bekommt, ist diesem dann überlassen. Seine Aufgabe ist es, private oder gewerbliche Risiken abzusichern oder biometrische Risiken zu versichern. Der Honorarberater berät provisionsfrei zu Kapitalanlagen und Finanzen allgemein.

Wie kamen Sie zu der Idee?

Die Idee stammt nicht von mir, sondern wird in anderen Ländern bereits seit Langem sehr erfolgreich gelebt. In den USA arbeiten Anlageberater und Versicherungsexperten Hand in Hand. Sie bedienen zum Beispiel gleiche Zielgruppen oder positionieren sich als eine Einheit am Markt. Jedoch hat jeder einen anderen fachlichen Schwerpunkt. In Deutschland suggerieren dagegen die meisten Vermittler, dass sie sich angeblich in allen Bereichen auskennen. Da wird nach der Beratung zur Hausrat- und Kfz-Versicherung noch im Anschluss die Kapitalanlage verkauft. Dass im Ergebnis die Qualität leidet und der Kunde oft einen Schaden davon trägt, liegt somit auf der Hand.

Wie könnte eine Kooperation konkret aussehen?

Grundlage dafür ist, dass sich die jeweiligen Kompetenzen ergänzen und nicht miteinander konkurrieren. Nehmen wir das Beispiel bAV, was ein hochkomplexes Thema ist. Der bAV-Berater muss sich in allen arbeits- und steuerrechtlichen Dingen perfekt auskennen. Er muss mit allen Durchführungswegen blind umgehen und Unternehmen strategisch beraten können. Beim Kapitalanlagegeschäft für die bAV sollte er aber auf die Kompetenz eines Honorar(finanz)anlageberaters setzen. Denn hier geht es wiederum um ganz andere Dinge, die ebenfalls ein Expertenwissen verlangen. Der Kunde hat also je nach Themenfeld verschiedene Experten als Ansprechpartner – Experten wohlgemerkt und keine Vermittler mit oberflächlichem Wissen.

Seite zwei: Welche Synergie-Effekte ergeben sich?

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

Auch Rat der EU fordert PRIIPs-Verschiebung

Nach dem EU-Parlament spricht sich auch der Rat der EU, also die Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten, für eine Verschiebung der EU-Verordnung über Basisinformationsblätter aus.

mehr ...

Immobilien

Smart Home wird beliebter

Das Leben im “Smart Home” wird zunehmend beliebt, fast zwei Drittel der Deutschen wünschen sich das intelligent gesteuerte Eigenheim.  Das ist ein Ergebnis der Studie “Wohneigentum und Baufinanzierung” des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag der PSD Bank Nord.

mehr ...

Investmentfonds

Sentix Asset Management und Universal Investment legen neuen Fonds auf

Mit der neuen Strategie “Sentix Total Return” offensiv erweitern Sentix Asset Management und Universal Investment ihre Produktpalette.

mehr ...

Berater

Verkaufen im Grenzbereich

Wenn Sie mit Ihrer klassischen Nutzenargumentation nicht weiterkommen, dann wechseln Sie auf die Schmerz-Seite und sichern so Ihren Umsatz zum Wohle Ihrer Kunden. Denn Schmerz-Vermeidung ist das stärkste Kaufmotiv. Gastbeitrag von Dirk Kreuter, Vertriebsexperte

mehr ...

Sachwertanlagen

MPC platziert auch restliche Kapitalerhöhung

Der Asset Manager MPC Münchmeyer Petersen Capital AG wird heute seine am 12. September 2016 beschlossene Kapitalerhöhung erfolgreich abschließen, teilte das Unternehmen mit.

mehr ...

Recht

Massenkündigungen von Bausparverträgen: Nicht nur juristisches Problem

Die niedrigen Zinsen veranlassen viele Bausparkassen zur Kündigung von Bausparverträgen. Die Kündigungswelle wirft nicht nur juristische Fragen auf, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen.

mehr ...