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23. November 2015, 08:15
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“Wir haben mit allen Kunden persönlich gesprochen”

Finanz- und Unternehmensberater Heiner Ruppert hat mit seinen Kindern das Ruppert Beratungshaus gegründet. Bis 2019 soll die Betriebsübergabe an seinen Sohn Andreas abgeschlossen sein. Im Interview schildern Vater und Sohn, wie der Generationenwechsel gelingen kann.

Nachfolge: Wir haben mit allen Kunden persönlich gesprochen

Heiner Ruppert (rechts) weiß sein Unternehmen bei seinem Nachfolger und Sohn Andreas in guten Händen.

Cash.: Die Branche klagt über Nachwuchssorgen. Worin sehen Sie den Nachwuchsmangel begründet?

Andreas Ruppert (AR): Die niedrigen Einstiegshürden und fehlenden Ausbildungsstandards sorgen meiner Meinung nach dafür, dass sich qualitativ hochwertiger Nachwuchs für andere akademische Berufe entscheidet. Was konträr klingen mag, ist das Ergebnis jahrelanger Versäumnisse.

Erst wenn Standards im Bereich der Ausbildung geschaffen werden, Aufsicht und Regulierung an den richtigen Stellen greifen und Courtage und Provisionsmodelle in vernünftige Formen umgesetzt und zur Pflicht werden, dann wird die Branche auch für viele junge und qualifizierte Menschen wieder interessant sein.

Was hat Sie bewogen, den Beraterberuf zu ergreifen?

AR: Durch die Arbeit meines Vaters als Anlageberater und Versicherungsmakler habe ich schon als Kind und Jugendlicher Einblicke in diesen Beruf bekommen. Mir war sehr früh klar, dass ich mich ebenfalls für einen Beruf in der Finanzdienstleistungsbranche entscheiden werde.

Wäre es Ihnen schwergefallen, den Betrieb aufzulösen beziehungsweise in fremde Hände zu geben?

Heiner Ruppert (HR): Es wäre mir sicher sehr schwergefallen, den Betrieb in fremde Hände zu geben. Über eine Betriebsauflösung habe ich nie nachgedacht, da diese nie eine Option gewesen wäre. Mir war es immer wichtig, für meine Kunden da zu sein und die engen Beziehungen, die ich mit ihnen über Jahrzehnte aufgebaut habe, zu pflegen und auch generationenübergreifend weiter zu beraten. Es ist entscheidend für mich, dass meine Philosophie weitergetragen wird.

Ist es von Vorteil, Nachfolger im eigenen Unternehmen aufzubauen?

HR: Wie bereits gesagt, ist es bedeutsam für mich, dass mein Nachfolger dieselbe Philosophie hat und die Kunden den Nachfolger schon kennenlernen, wenn ich noch im Unternehmen tätig bin. Der Schlüssel zu einer reibungslosen Betriebsübernahme ist die frühzeitige Planung.

 

Seite zwei: “Den Kunden gegenüber transparent sein

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