Anzeige
Anzeige
26. März 2015, 12:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kritik an AGB-Änderung der Sparkassen

Um weiterhin Provisionen für die Vermittlung von Finanzprodukten zu erhalten und nicht an die Kunden weitergeben zu müssen, wollen die Sparkassen ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ändern. Honorarberater und Verbraucherschützer kritisieren diesen Schritt.

Provisionen: Verbraucherschützer und Honorarberater kritisieren Sparkassen

Durch eine Änderung ihrer AGB wollen sich die Sparkassen weiterhin die Provisionseinnahmen aus der Vermittlung von Finanzprodukte sichern.

Von der AGB-Änderung sind alle Sparkassen-Kunden betroffen, die ein Wertpapierdepot haben. Die neuen AGB sollen ab dem 15. April gelten. Die neuen AGB sehen vor, dass die Sparkassen weiterhin die Provisionen von Drittanbietern (zum Beispiel Fondsgesellschaften) einbehalten können. Hierüber haben die Institute ihre Kunden schriftlich informiert. Wenn diese der AGB-Änderung nicht fristgerecht widersprechen, gilt das als Einverständniserklärung.

Pflicht zur Weitergabe von Provisionen strittig

Das stößt bei Verbraucherschützern auf Empörung. “Die Sparkassen greifen damit massiv in das bestehende Vertragsverhältnis ein. Sie weichen von gesetzlichen Regeln ab und all das ohne ihre Kunden aktiv um Zustimmung zu bitten”, kritisiert Dorothea Mohn, Teamleiterin Finanzen beim Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV).

Der VZBV verweist auf die Regelungen des Geschäftsbesorgungsvertrags, die vorsehen, dass ein Vermittler Zahlungen Dritter an den Auftraggeber herausgeben muss. Zwar sei strittig, ob die Regelung auf das Geschäftsverhältnis zwischen Verbraucher und Bank oder Sparkasse anwendbar sei, gerichtliche Entscheidungen bejahen laut VZBV jedoch den Anspruch auf Weitergabe (OLG Hamm, AZ: 31 U 31/09; LG München AZ.: 34 S 9960/09).

Seite zwei: Quirin Bank: “Sparkassen wollen ihre Kunden zwingen”

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

1 Kommentar

  1. Zur Alternative der Hausbank bieten sich Fondsvermittler im Internet an, ich bin dort zu profinance-direkt gewechselt, der auch von der Finanztest empfohlen wird: 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag und zusätzlich bis zu 96% der Bestandsprovsion als Kickback an den Anleger zurück.

    Kommentar von Manfred von Stetten — 26. März 2015 @ 13:29

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Trumps Sieg in Rendite ummünzen - Themen, Produktangebote und Trends 2017 - Rentenreform - IDD

Ab dem 15. Dezember im Handel!

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Versicherungen

Auch Mylife reduziert die Überschussbeteiligung

Die Mylife Lebensversicherung bieten ihren Kunden 2017 eine laufende Verzinsung in Höhe von 2,8 Prozent, nach 3,35 Prozent im Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Mietrecht: Steuerliche Anerkennung setzt Mietzahlung voraus

Liegt bei der Vermietung an Verwandte kein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis vor, können die Kosten für die Wohnung nicht steuermindernd als Werbungskosten berücksichtigt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse berichtet über ein entsprechendes Urteil.

mehr ...

Investmentfonds

Bafin greift bei komplexen Finanzwetten für Privatanleger ein

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin greift erneut auf dem Markt für komplexe Finanzwetten für Privatanleger ein. Zum Anlegerschutz plane sie, Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von finanziellen Differenzgeschäften – sogenannten CFDs – zu beschränken, teilte die Bafin am Donnerstag mit.

mehr ...

Berater

HSH Nordbank nach neun Monaten mit höherem Gewinn

Die HSH Nordbank sieht sich mit einem gestiegenen Gewinn für den geplanten Verkaufsprozess gewappnet. Unter dem Strich habe das Institut in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettogewinn von 163 Millionen Euro erzielt, teilte die Bank am Freitag mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 24 Millionen Euro.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Anteil der Immobilienfonds zieht kräftig an

Der Anteil von Immobilienfonds am Zweitmarkthandel ist im November auf fast 75 Prozent gestiegen. Das Handelsvolumen von Schiffsbeteiligungen hingegen ist eingebrochen.

mehr ...

Recht

Immobilienerbe: Obacht bei der Erbschaftsteuer

Beim Erben von Wohnungseigentum entfällt die Erbschaftsteuer nur, wenn der Erbe die Wohnung selber nutzt. Anderenfalls muss die Steuer entrichtet werden – auch wenn die Immobilie unentgeltlich engen Familienmitgliedern überlassen wird.

mehr ...