Anzeige
25. September 2015, 08:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Vorsorge-Schwerpunkt verschiebt sich von Anspar- zur Verrentungsphase”

Anlässlich des 40. Geburtstags der DVAG blickt Hans-Theo Franken, Mitglied des Vorstands der Deutschen Vermögensberatung in Frankfurt, gemeinsam mit Cash. auf die Herausforderungen des Vertriebs in der Zukunft.

Vermoegensberater-franken in Vorsorge-Schwerpunkt verschiebt sich von Anspar- zur Verrentungsphase

Hans-Theo Franken: “Ich bin davon überzeugt, dass Technik nie das persönliche Gespräch und die persönliche Beratung ersetzen kann”.

Cash.: Welche Produkte werden in den kommenden fünf Jahren den Beratungsalltag bestimmen?

Franken: Die Lebenserwartung der Menschen wird weiter steigen. Die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung kann bei Weitem nicht mehr genug leisten, um die Bedürfnisse der Menschen zu decken. Durchgängige Berufsleben sind bereits heute die Ausnahme. Damit wächst der Absicherungsbedarf des Einzelnen und die Nachfrage nach privater Zusatzvorsorge wird zwangsläufig steigen. Flexible Lebens- und Rentenversicherungen, intelligente Lösungen für die Absicherung der Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit und private Krankenzusatzversicherungen werden in diesem Zusammenhang noch wichtiger. Daneben fragen die Kunden nach passenden Baufinanzierungen und nachhaltigen Möglichkeiten zum Vermögensaufbau bzw. zur Vermögenssicherung. Dies wird sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern. Allerdings verschieben sich die Schwerpunkte. Von der Ansparphase hin zur Verrentungsphase. Oder einfacher gesagt: von der Saat zur Ernte. Wer vorausschauend etwas für seine Vorsorge tut, muss sein Augenmerk mehr denn je auf die Zeit seines Ruhestandes legen. Dabei wollen wir ihm helfen.

Welche Veränderungen erwarten Sie durch regulatorische Maßnahmen? Inwieweit wird die Provisionsberatung zugunsten der Beratung durch Honorar zurückgedrängt werden?

Ein Zurückdrängen der Provisionsberatung durch die Honorarberatung sehe ich derzeit nicht. Das Angebot der Honorarberatung wird vom Verbraucher kaum angenommen und gerade in unserem Kundensegment käme sie den Kunden eher teurer als die Beratung gegen Provision. Ein anderes Thema ist die zunehmende Regulierung. Bereits heute sehe ich eine Überregulierung des Finanzmarktes. Gut gemeint, bewirkt sie jedoch oft das Gegenteil mit der Folge, dass sich das Angebot für den Kunden reduziert und der Zugang zu wichtigen Finanzdienstleistungen erschwert wird, weil Unternehmen Dienstleistungen oder die Erstellung von Finanzprodukten einstellen bzw. sich ganz oder teilweise vom Markt zurückziehen.

Seite zwei: “Marktführerschaft kontinuierlich ausgebaut”

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

1 Kommentar

  1. Ich bin davon überzeugt, dass die Honorarberatung jedwede Form von Produktverkauf ablösen wird.
    Denn eine Beratung gegen Provision ist keine Beratung, kann es nicht sein, so lange Geld für den Abschluss fliesst.
    Niemand ginge zu einem Hausarzt, würde dieser von bspw. der Firma Bayer bezahlt. Die DVAG wird von deren Produktpartnern bezahlt, damit ist sie nicht nicht neutral, hat den Abschluss im Fokus. Dies zudem mit zumeist angelernten und vertrieblich geschulten Beratern. Das ist keine Beratung, wie sie der Verbraucher erwarten sollte.

    Kommentar von Alexander Schmidt — 26. September 2015 @ 17:09

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Flaggschiff-Fonds – IDW S4-Standard – Crowdinvesting – Bankenwelt

Ab dem 17. November im Handel!

Special 4/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Regulierung – betriebliche Altersversorgung – Unfallversicherung – Privathaftpflicht – Gewerbehaftpflichtpolicen

Ab dem 25. Oktober im Handel!

Versicherungen

Ost/West-Renten: SPD deutet Kompromissbereitschaft an

Im Streit über die Finanzierung der Ost/West-Renteneinheit ist die SPD offenbar zu Zugeständnissen bereit. “Unsere Forderung ist klar: Wir wollen, dass die Ost-West-Angleichung aus Steuermitteln finanziert wird”, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann der “Frankfurter Rundschau” (Samstag).

mehr ...

Immobilien

Bauwirtschaft rechnet mit anhaltendem Boom

Die Bauwirtschaft rechnet für 2016 mit einem Plus von fünf Prozent und geht davon aus, dass 2017 ähnlich gut verläuft. Haupttreiber der Entwicklung seien der Straßen- und Wohnungsbau.

mehr ...

Investmentfonds

Unicredit will Pioneer verkaufen

Der Ausgang des Referendums in Italien setzt die dortigen Geldhäuser massiv unter Druck. Jetzt will sich der Marktführer Unicredit von weiterem Tafelsilber trennen.

mehr ...

Berater

Vollmachtsvermutung: Hoher Prüfungsaufwand für Berater

Laut eines aktuellen Gesetzesentwurfes sollen Ehegatten und eingetragene Lebenspartner in Notfällen einander automatisch vertreten dürfen. In seiner derzeitigen Fassung besteht allerdings die Gefahr, dass die Missbrauchsanfälligkeit dieser Regelung hoch ist.

Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

mehr ...

Sachwertanlagen

Schifffahrt: Krise, Krise und kein Ende

Der Verkauf der Reederei Hamburg Süd an den Konkurrenten Maersk markiert einen weiteren Höhepunkt der Schifffahrtskrise. Doch was haben AIF aus anderen Branchen damit zu tun? Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

IDD: Der Tod der Honorarvereinbarung für Versicherungsmakler

Aktuell erfreuen sich Honorarvereinbarungen – zum Beispiel bei der Vermittlung von Nettotarifen – und Servicepauschalen einer großen Beliebtheit unter Versicherungsvermittlern. Hiermit könnte jedoch bald Schluss sein – jedenfalls wenn es nach dem Willen des Bundeswirtschaftsministeriums geht.

mehr ...