Anzeige
7. Januar 2015, 12:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vertrieb 2015: “Der Beratungsbedarf steigt”

Cash. hat mit den großen deutschen Finanzvertrieben und Maklerpools über die größten Herausforderungen und Chancen des kommenden Jahres gesprochen. Teil sechs: Martin Steinmeyer, Vorstand Netfonds.

Vertrieb 2015: Der Beratungsbedarf steigt

Martin Steinmeyer: “Die Menge der zur Verfügung stehenden Berater sinkt, der Beratungsbedarf steigt.”

Cash.: Was werden 2015 die bestimmenden Themen im Vertrieb sein?

Steinmeyer: Noch immer fristen Milliarden von Euro ihr Dasein als Spareinlage. Erste “Strafzinsen” auf Tagesgeldkonten zeigen den Irrsinn dieser Geldanlage. Es ist also an der Zeit, den Kunden klar zu machen, dass es ganz ohne Risiko nicht geht. Auf vernünftige weise zu Alternativen zu beraten bleibt das Ziel. Je nach Risikobereitschaft gibt es hierzu unterschiedliche Wege.

Einen Ausweg aus realen Vermögensverlusten bieten beispielsweise Aktien, Rohstoffe und Immobilien, alles Anlageklassen, die bequem über Investmentfonds gekauft werden können. Vermögenverwaltende Lösungen sind ebenso spannende Optionen, sowohl für den Kunden als auch für den Berater. Im Bereich der Versicherungen spielen bAV und Pflege eine große Rolle. Zudem werden wir unser Serviceangebot im Bereich der Sachversicherungen umfänglich erweitern.

Aus technischer Sicht, werden wir unsere Partner intensiv im Umgang mit unseren neuen Softwaresystemen schulen. Der mögliche Nutzen, bei konsequenter und geschulter Handhabung ist enorm hoch.

Welche Folgen auf den Beratermarkt wird das LVRG haben?

Die Regulierungen werden bisherige AO-Vermittler oder Mitarbeiter aus Strukturvertrieben dazu bewegen, in die Selbständigkeit als Makler zu gehen. Hier werden wir als unabhängiger Maklerpool interessanten Service bieten. Provisionssenkungen werden von den meisten Versicherern sicher erst in 2016 umgesetzt. Derzeit agiert man mit Zurückhaltung.

Wo sehen Sie die größten Chancen beziehungsweise Herausforderungen?

Wir müssen zum einen die Chancen und Herausforderungen für die Beratung beim Kunden sehen und zum anderen den Handlungsbedarf für das Geschäftsmodell des Beraters. Mit Blick auf den Kunden ergeben sich eine Vielzahl neuer Beratungsansätze, denn Kunden werden Stück für Stück umdenken müssen, wenn Sie ein paar Prozente mehr erwirtschaften möchten. Die Menge der zur Verfügung stehenden Berater sinkt, der Beratungsbedarf steigt.

 

Seite zwei: “Wir bieten hervorragende Lösungen”

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...