5. Januar 2016, 08:08

Vertrieb 2016: Das wird sich ändern

Die fortschreitende Digitalisierung wird für einen nachhaltigen Wandel im Vertrieb sorgen, darin sind sich die von Cash. exklusiv befragten Marktteilnehmer einig. Aber auch bei Produktschwerpunkten und im Beratermarkt prophezeien sie Veränderungen.

Vertrieb 2016: Herausforderung Digitalisierung

Unter anderem wird die fortschreitende Digitalisierung für nachhaltige Veränderungen im Vertrieb sorgen.

Lange schien es so, als gehe die Finanz- und Versicherungsbranche davon aus, von der digitalen Revolution kaum betroffen zu sein. Dass das ein Irrtum wäre, zeigte sich in den vergangenen Monaten. So verging kaum eine Woche, ohne dass über ein neues Fintech-Start-up berichtet wurde, das mit einer eigens dafür entwickelten App den Versicherungsvertrieb revolutionieren will.

Konkurrenz durch Fintechs

“Digitalisierung ist seit geraumer Zeit in aller Munde und wird sicherlich auch die Finanzwelt zunehmend beeinflussen, unter anderem auch durch aktiv in den Markt drängende Fintechs“, meint auch Hans-Theo Franken, Vorstandsmitglied der Deutschen Vermögensberatung (DVAG).

Während sich die “jungen Wilden” über ein reges Presse-Echo freuen können und sich bereits als Wettbewerber sehen, reagiert die Branche jedoch relativ gelassen auf die neuen Marktteilnehmer. “Wie sich die Fintech-Unternehmen hier in Deutschland entwickeln, wird und kann erst die Zeit zeigen”, sagt Norbert Porazik, geschäftsführender Gesellschafter des Münchener Maklerpools Fonds Finanz.

Persönliche Beratung als ausschlaggebender Faktor

Noch sei die persönliche Beratung ein ausschlaggebender Faktor für die Entscheidung für oder gegen ein Produkt. Der Kunde informiere sich zwar umfassend im Internet und im Bekanntenkreis, lege aber dennoch Wert auf ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht. “Deshalb kommt es im nächsten Jahr darauf an, als Makler beides verbinden zu können”, so Porazik.

Diese Erkenntnis scheint ein Großteil der Branche zu teilen: Die meisten der von Cash. befragten Unternehmen haben bereits selbst eine App und andere digitale Tools für Berater entwickelt oder planen ähnliches. Sie versuchen so, den Beratern technische Lösungen zu bieten, mit denen diese in der Lage sind, ihre Geschäftsprozesse möglichst effizient und transparent zu gestalten.

“2016 werden wir die vollumfängliche 360-Grad-Sicht auf den Kunden fertigstellen. Das bedeutet, der Berater ist in der Lage, alle Anlagebereiche seiner Kunden in einem System abzubilden“, schildert Martin Steinmeyer, Vorstand des Hamburger Maklerpools Netfonds.

Seite zwei: Produktschwerpunkte 2016

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