Anzeige
11. Mai 2005, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bund kündigt eigenen Filmfonds an

Die deutsche Filmwirtschaft, die angesichts der aktuellen Pläne zur Beschneidung der Steuervorteile geschlossener Fonds um ihre Zukunft bangt, kann in den kommenden drei Jahren mit einem vom Bund aufgelegten Risikokapitalfonds rechnen. Wie Kulturstaatsministerin Christina Weiss am Dienstag sagte, sollen dafür insgesamt 90 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Die Entscheidung für den Fonds sei nach einem Treffen von Bundeskanzler Gerhard Schröder mit Vertretern der Branche gefallen.

“Dies ist ein gutes Zwischenergebnis auf dem Weg, die Eigenkapitalbasis der erfolgreichen deutschen Filmproduzenten zu stärken. Wenn es mit dem deutschen Film weiter aufwärts geht, darf erwartet werden, dass Rückzahlungen aus erfolgreichen Produktionen den Fonds speisen. Einzelheiten der Vergabe werden jetzt in einer Arbeitsgruppe geklärt. Vor allem aber muss die Vergabe unbürokratisch vonstatten gehen”, sagt Weiss.

Als besonders wichtig schätzt Kulturstaatsministerin zudem die gemeinsame Überzeugung ein, dass mit Hochdruck an der Lösung der Betriebsstättenproblematik gearbeitet werden muss: “Es geht jetzt darum, möglichst gute Bedingungen für Koproduktionen zu schaffen.”

Hintergrund: Das Bundeskabinett hatte jüngst einem Gesetzentwurf zugestimmt, nach dem die Verlustzuweisungen geschlossener Fonds generell auf zehn Prozent des Eigenkapitals beschränkt werden sollen. Betroffen davon wären neben Energie- und Wertpapierportfoliofonds vor allem Medienfonds, da bei diesen die Verluste in der Investitionsphase bislang mindestens 100 Prozent betrugen und als wichtiger Zeichnungsanreiz galten.

Da die Übergangsfrist für die geplante Neuregelung bereits abgelaufen ist, werden derzeit bereits keine solchen Produkte mehr vertrieben. Folge: Neben der amerikanischen Filmindustrie, die bislang zum Großteil von den deutschen Filmfondsinvestments profitierte, fehlen auch deutschen Produzenten künftig erhebliche Mittel. Denn auch deutsche Filme wurden bisher vielfach mit Fondsgeldern produziert. Der jetzt geplante Filmfonds des Bundes könnte dieses Problem lindern.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Websites der Versicherer beliebter als Vergleichsportale

Versicherungskunden ziehen weiterhin die Internetseiten der Versicherungsgesellschaft (zehn Prozent) gegenüber Vergleichsportalen (sieben Prozent) beim Abschluss vor. Dies ist das Ergebnis der Studie “Kundenmonitor e-Assekuranz 2016” des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...