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10. Juni 2005, 00:00
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GFP-Mann startet US-Filmfonds-Geschäft

Filmfondsinitiator David Groenewold hat in New York mit dem National Film Fund ein Medienfonds-Emissionshaus gegründet. Groenewold, gleichzeitig Geschäftsführer der Berliner Promedium GmbH und Emittent der German Film Productions-Filmfonds (GFP), will sich damit die seit 2004 bestehende US-Steuergesetzgebung zu Nutze machen und künftig Fernsehproduktionsfonds für US-Amerikaner auflegen.
Hintergrund: Im Sommer vergangenen Jahres wurde in den USA ein Gesetz verabschiedet, nach dem Filmfonds-Investoren ihre Produktionskosten zu hundert Prozent als Verluste abschreiben können, sofern die Gelder zu mindestens 75 Prozent den USA investiert werden (?US-Spend?). Ziel der Regelung ist es, die massive Abwanderung von Produktionen ins vor allem kanadische Ausland zu stoppen.

?Was wir in Deutschland unter dem Stichwort ´German Spend´ seit langem fordern, wurde in den USA bereits umgesetzt?, sagt Groenewold gegenüber cash-online. ?Auf Grundlage des US-Spend versuchen wir mit der neuen Gesellschaft nun verschiedenen US-Banken und Juristen zu helfen, strukturierte Finanzierungsformen für Fernsehproduktionen zu entwickeln.?

Der Erfolg der Initiative erscheint dem Initiator indes noch offen. ?Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt nach wie vor auf den GFP-Fonds in Deutschland?, unterstreicht Groenewold daher. ?Allerdings prüfen wir auch, inwieweit das aktuelle Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den USA eine Verrechnung von Verlusten mit Gewinnen im Ausland ermöglicht.? Im Idealfall, so der Emittent, würde eine solche Verrechnungsmöglichkeit die US-Fonds auch für deutsche Anleger attraktiv machen.

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