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22. August 2005, 00:00
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Norddeutsche stoppt britischen LV-Fonds

Die Norddeutsche Vermögensanlage, Hamburg, hat ihre Pläne, mit einem Fonds auf dem britischen Versicherungs-zweitmarkt zu investieren, endgültig verworfen. ?Wir haben mehrere Monate viel Zeit und Arbeit in das Thema investiert?, sagt Wulf Mehner, Geschäftsführer der Norddeutsche Vermögen Holding, gegenüber cash-online. ?Aus unserer Sicht gibt es aber zu viele Unwägbarkeiten in dem Geschäft.?

Einer der Gründe für die Entscheidung: Der Prozess der Preisfindung für ?gebrauchte? Policen auf der Insel sei in wichtigen Bereichen intransparent. Zwar gebe es einen Rückkaufwert, der bei der Preisfindung als Untergrenze angesetzt werden könne. ?Der tatsächliche Wert einer Police hängt jedoch davon ab, in welcher Höhe die Versicherungsgesellschaft dem Vertrag künftig Erträge zuschreiben wird?, erläutert Norddeutsche Vermögen-Geschäftsführer Thomas Böcher.

?Inwieweit die Market-Maker, die wesentlich für die Preisfindung verantwortlich sind, die künftige Performance der Assekuranzen korrekt einschätzen können, ist aus unserer Sicht schwer zu erkennen.? Laut Böcher liegen zudem nicht ausreichend Daten aus der Vergangenheit vor, mit denen sich ein Track-Record der Market-Maker belegen ließe.

Offen sei auch, wie ein erfolgreicher Handel mit gebrauchten Policen erfolgen solle. ?Unsere Recherchen haben ergeben, dass ein solcher `Drittmarkt´ bislang nicht existiert?, sagt Mehner. ?Vor allem angesichts der Tatsache, dass von deutschen Fonds ein gewaltiges Volumen in den Markt gegeben wird, steht zu erwarten, dass vor allem die Fonds untereinander mit den Policen handeln werden.? Das könne für alle Beteiligten kaum lukrativ sein.

Hintergrund: Um als ?gewerbliche? eingestuft zu werden und in den Genuss des Doppelbesteuerungsabkommens zu gelangen, planen die meisten der derzeit am Markt befindlichen britischen Policenfonds, mit den Versicherungsverträgen in ihrem Portfolio vor Ablauf der Fondslaufzeit einen regen Handel zu treiben.

Das große Volumen, das aus Deutschland zusätzlich in den britischen Versicherungszweitmarkt gepumpt wird, kann laut Mehner zudem zu einer erheblichen Markterhitzung führen.

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