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21. September 2007, 00:00
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Dämpfer für Private-Equity-Fonds

Die US-Hypothekenkrise und die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten gehen auch an Private-Equity-Publikumsfonds nicht spurlos vorüber. Zwar erklärten gestern Vertreter von Fonds-Initiatoren auf einer Tagung des Veranstalters Ratingwissen übereinstimmend, sie würden keine gravierenden Folgen erwarten. Der Markt habe aber einen Dämpfer erhalten, und es würde für die Finanzinvestoren schwieriger, Fremdkapital für ihre Transaktionen zu erhalten.

Robert List, Geschäftsführer des Münchener Anbieters BVT und Peter Lenzen von König Cie., Hamburg, räumten zudem ein, dass Anleger verunsichert seien und die Platzierung der Fonds momentan schwieriger geworden sei. ?Wir müssen sehr viel Überzeugungsarbeit leisten?, so List. Axel Steffen, Vorstand der Hamburger Hansa Treuhand, verwies aber auch darauf, dass mit den Sommerferien in einigen Bundesländern eine ohnehin schwächere Platzierungsphase gerade erst zu Ende gegangen sei. Welcher Effekt überwiege, sei schwer zu beurteilen, sagte Steffen.

Heinz-Jörg Jansen, Abteilungsdirektor der Berenberg Private Capital GmbH, Hamburg, betonte, dass von den Turbulenzen hauptsächlich die Fonds für große Firmenübernahmen betroffen seien (Large Buy-outs). Für eine Reihe bereits vereinbarter Transaktionen sei die Fremdfinanzierung noch nicht gesichert. Zudem könnten riskant finanzierte Zielunternehmen ? ihnen wird das Fremdkapital üblicherweise aufgebürdet – in Liquiditätsschwierigkeiten geraten.

Auch die zuletzt signifikant gestiegenen Mittelzuflüsse der Branche konzentrierten sich auf mittlere und große Buy-out-Fonds, so Jansen. Bei Venture Capital, also der Frühphasenfinanzierung, sei eine neue Blase ?eher nicht zu befürchten?, so Jansen.

Unter der Leitung von Veranstalter Jürgen Braatz trafen sich etwa 110 Teilnehmer, vornehmlich aus den Bereichen Emissionshäuser, Banken und Vertrieb, in Hamburg. (sl)

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