Anzeige
Anzeige
18. Oktober 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Weiterer Falk Fonds pleite

Über das Vermögen des Falk Fonds 59 der insolventen Falk-Gruppe ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Zum Insolvenzverwalter wurde nach eigener Mitteilung der Münchener Rechtsanwalt Josef Nachmann bestellt. Er ist bereits der Verwalter für die ebenfalls insolventen Falk Fonds 68 und 71.

Nachmann kündigt an, die betroffenen 800 Anleger müssten jetzt mit Rückforderungen der erhaltenen Ausschüttungen von insgesamt zehn Millionen Euro rechnen, da es sich rechtlich um die Rückzahlung der Einlage handelte. Nachmann will den Anlegern in den nächsten Tagen ein Vergleichsangebot unterbreiten, nach dem sie entweder 65 Prozent der erhaltenen Ausschüttungen bis 23. November 2007 oder 75 Prozent bis 15. Januar 2008 zurückzahlen müssen.

Ähnlich war er bereits bei den Fonds 68 und 71 vorgegangen. 1.900 der 2.300 Anleger dieser Fonds habe er auf gerichtlichem Wege in Anspruch nehmen müssen, so Nachmann. Inzwischen seien mehr als 1.500 Anleger auf Vergleiche eingegangen. Aus den Prozessen lägen jetzt etwa 60 erstinstanzliche Urteile vor, die dem Insolvenzverwalter Recht gäben. Nur nach Urteilen von vier Gerichten, gegen die er Berufung eingelegt habe, hätten die Anleger nichts zurückzuzahlen, erklärt der Insolvenzverwalter.

Der Falk Fonds 59 war laut Cash.-Archiv 1996 aufgelegt worden und investierte in ein Büro- und Geschäftshaus in Berlin sowie ein Hotel auf Sylt. Das Eigenkapital betrug rund 31 Millionen Euro. Die jetzt zurück geforderten Ausschüttungen (ohne Berücksichtigung der Vergleichsangebote) belaufen sich demnach auf etwa 32 Prozent der ursprünglichen Beteiligungssumme. (sl)

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

DVAG mit Rekord-Umsatz

Die Unternehmensgruppe Deutsche Vermögensberatung (DVAG) meldet für das Jahr 2016 überdurchschnittlich erfolgreiche Geschäftszahlen in Bezug auf Umsatz und Jahresüberschuss.

mehr ...

Immobilien

Immobilien in Hamburg werden teurer

Immobilien- und Grundstückspreise in Hamburg sind im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Wie die Bausparkasse LBS am Dienstag mitteilte, müssen Käufer vor allem in Zentrumsnähe tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr.

mehr ...

Investmentfonds

Schlumberger geht zu StarCapital

Der Vermögensverwalter StarCapital AG bekommt zum 1. April 2017 prominenten Zuwachs im Vorstand, der künftig aus fünf Personen besteht. 

mehr ...

Berater

Insolvenzverwalter der Infinus-Mutter geht leer aus

Eine Ordensgemeinschaft ist nicht verpflichtet, ein von der Infinus-Mutter Future Business KGaA zurückgezahltes Nachrangdarlehen an den Insolvenzverwalter der Unternehmensgruppe auszuschütten. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Hotelfonds mit Erfolg

Die Lloyd Fonds Gruppe aus Hamburg hat eine weitere Fonds-Hotelimmobilie inklusive der Einzelhandelsflächen an die Hotelgruppe „Motel One“ verkauft. Für das von Motel One betriebene Hotel in Leipzig wurde ein Kaufpreisfaktor von 22,2 bezogen auf die Jahresnettomiete erzielt, teilt Lloyd Fonds mit.

mehr ...

Recht

BU versus AU: Abgrenzung der Leistungsversprechen

Die Arbeitsunfähigkeitskomponente im Rahmen einer Berufsunfähigkeitspolice kann bei unbedarften Versicherungsnehmern zu Verwirrung führen, auch wenn AU und BU zwei gänzlich unterschiedliche Leistungsversprechen beinhalten.

mehr ...