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4. Dezember 2008, 00:00
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Berlin will Reedern und Werften helfen

Die Bundesregierung hat ihre Hilfsbereitschaft gegenüber deutschen Werften signalisiert. Über die staatliche KfW-Bank will der Bund Kredite für Reeder absichern, die Probleme bei der Finanzierung von Schiffen haben. Nach Information des Hamburger Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) wurden bundesweit bereits 25 Schiffe im Wert von 600 Millionen Euro storniert.

Die Frankfurter KfW soll Bürgschaften für rund 90 Prozent der Kreditzusagen übernehmen. ?Ich will so schnell wie möglich einen Runden Tisch organisieren, an dem alle teilnehmen können, die in Deutschland an der Finanzierung und am Bau von Schiffen beteiligt sind?, kündigte die Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium Dagmar Wöhrl gegenüber dem Online-Medium ?Täglicher Hafenbericht? (THB) an.

Gefährdet seien derzeit 58 Aufträge von gut 190 für Neubauten auf deutschen Werften. Darunter sind auch Schiffe, die kurz vor der Ablieferung stehen, so Werner Lüken, Vorsitzer des Hamburger Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik zum THB. Grund dafür sei, dass die Reedereien die bestellten Schiffe bei der Abnahme zum Teil nicht mehr finanzieren könnten. «Einige Werften brauchen sofort Klarheit, wie es weitergehen soll», betonte Lüken. Bundesweit seien bereits 25 Schiffe im Wert von 600 Millionen Euro storniert worden. Würden die Werften nicht umgehend mit den Neubauten beginnen, könnten bereits im Jahr 2009 eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in Gefahr geraten. Auf den deutschen Werften arbeiten nach THB-Angaben derzeit rund 23.000 Menschen. Inklusive der Zulieferindustrie beschäftige die Branche rund 100.000 Arbeitnehmer. (af)

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