Anzeige
Anzeige
27. Mai 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: 38 Private-Equity-Fonds im Vergleich

Aus den meisten Prospekten von Private-Equity-Publikumsfonds geht nicht mit ausreichender Klarheit hervor, dass sie den europäischen Marktdurchschnitt deutlich schlagen müssen, um eine adäquate Rendite für ihre Anleger zu erzielen. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie der cash.medien AG, Hamburg, die 38 solcher Beteiligungsangebote untersucht und miteinander verglichen hat.

Demnach verweisen die Prospekte zwar in der Regel auf die hohen rechnerischen Renditen, die institutionelle Fonds in dieser Branche erzielen. Aber lediglich die Prospekte von drei direkt investierenden Angeboten enthalten eine Prognoserechnung für den Fonds selbst. Alle anderen, darunter 24 Dachfonds, verzichten sowohl auf solche Berechnungen als auch auf Beispiel-Szenarien. Anleger können somit nicht erkennen, wie sich die Einzahlungs- und Kostenstruktur des Publikumsfonds auf die rechnerische Rendite und die absolute Höhe des Kapitalrückflusses auswirkt.

Daneben untersucht die Studie unter anderem die Kosten und die konzeptionellen Details der einzelnen Fonds. Dazu zählt etwa die Frage, inwieweit das Platzierungsrisiko abgesichert ist.
Ergebnis: Falls weniger Eigenkapital eingeworben wird als vorgesehen, könnte ? auf Basis der Prospekte – bei zehn Angeboten allein die Kostenbelastung in der Investitionsphase um 40 Prozentpunkte oder mehr steigen und damit den Erfolg des Fonds von vornherein in Frage stellen. Nur bei zehn Angeboten beträgt die maximale Kostensteigerung einen Prozentpunkt oder weniger.

?Weitaus wichtiger als ein Prozentpunkt höhere oder geringere Kosten bei Vollplatzierung ist demnach die Frage, ob dieser Kostenrahmen tatsächlich eingehalten wird?, betont Stefan Löwer, Handlungsbevollmächtigter der cash.medien AG und Autor der Studie. Dieses Problem würde angesichts des aktuell schwierigen Marktumfelds vor allem bei Anbietern mit geringer Platzierungserfahrung an Bedeutung gewinnen, so Löwer. Zudem sei im Einzelfall fraglich, ob die angestrebte Investitionsstrategie mit einem geringeren Eigenkapital überhaupt umgesetzt werden könne.

Die Datenauswertung zu der Studie erfolgte hauptsächlich durch die zur cash.medien AG gehörende G.U.B., Deutschlands älteste Ratingagentur für geschlossene Fonds. Sponsor war die Marketingbeauftragte der Fonds der MIG Verwaltungs AG, München.

Die Studie, über die Cash. bereits vorab in der Ausgabe 5/2008 berichtet hat, liegt jetzt in gedruckter Form vor. Sie umfasst 76 Seiten, kostet 195 Euro (inklusive Umsatzsteuer und Versand im Inland) und kann unter info@cash-medienag.de bestellt werden. (af)

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Selbständige: Defizite bei der Altersabsicherung

Nur 20 Prozent der Selbständigen in Deutschland sind davon überzeugt, im Ruhestand komfortabel leben zu können. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Versicherers Aegon.

mehr ...

Immobilien

IVD: Sachkundenachweis für Immobilienmakler zügig umsetzen

Der Immobilienverband IVD und der Deutsche Mieterbund apellieren an die Politik, das lang erwartete Gesetz zur Qualifikation von Immobilienmaklern und -verwaltern noch vor der Bundestagswahl zu verabschieden. Eine Anhörung im Bundestag ist für den 29. März angesetzt.

mehr ...

Investmentfonds

Schlumberger geht zu StarCapital

Der Vermögensverwalter StarCapital AG bekommt zum 1. April 2017 prominenten Zuwachs im Vorstand, der künftig aus fünf Personen besteht. 

mehr ...

Berater

Insolvenzverwalter der Infinus-Mutter geht leer aus

Eine Ordensgemeinschaft ist nicht verpflichtet, ein von der Infinus-Mutter Future Business KGaA zurückgezahltes Nachrangdarlehen an den Insolvenzverwalter der Unternehmensgruppe auszuschütten. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erfolgreiche Projekte von Project

Der Asset Manager Project Investment hat 2016 zusammen mit dem Partner Project Immobilien insgesamt fünf Wohnungsbauprojekte erfolgreich abgeschlossen und damit eine durchschnittliche Objektrendite von über zwölf Prozent auf das eingesetzte Kapital erzielt.

mehr ...

Recht

Elternunterhalt: Betreuungsleistung nicht einkommensmindernd

Im Rahmen einer Überprüfung der Leistungsfähigkeit für den Elternunterhalt ist die vom Unterhaltsschuldner an sein minderjähriges Kind geleistete Betreuung nicht zu monetarisieren und kann somit nicht einkommensmindernd geltend gemacht werden, so der BGH.

mehr ...