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25. November 2009, 19:13
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DG-Fonds 36: Sparda kündigt nach Schadensersatzurteil Berufung an

Ein Anleger des DG-Immobilienfonds 36 hat vor dem Landgericht Hamburg Schadensersatz gegen die Sparda-Bank erstritten. Das Geldinstitut will gegen das Urteil Berufung einlegen.

Hammer-127x150 in DG-Fonds 36: Sparda kündigt nach Schadensersatzurteil Berufung anRund 22.360 Euro Zeichnungssumme sowie weitere rund 16.000 Euro als entgangenen Gewinn – jeweils zuzüglich Zinsen – soll die Sparda-Bank Hamburg an einen Investor zahlen, der sich 1995 mit 50.000 DM plus fünf Prozent Agio an der DG-Immobilien-Anlage Nr. 36 (Seniorenresidenz Oberursel) beteiligt hatte.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung (Az. 309 O 320/08) damit, dass das Finanzinstitut es versäumt habe, ausreichend auf das Totalverlustrisiko des Investments hinzuweisen. Diese Information geht auch aus dem Prospekt der Anlage nicht hervor – so sehen es zumindest die Anwälte des Klägers von der Kanzlei Hahn aus Bremen.

Tatsächlich wurde die Fondsemittentin DZ Bank im Fall von DG-Fonds aufgrund von Prospektfehlern bereits zu Schadensersatz verurteilt. Das Spitzeninstitut der Volks- und Raiffeisenbanken hatte in den neunziger Jahren eine Serie von Immobilienbeteiligungen aufgelegt, von denen eine ganze Reihe inzwischen pleite ist. Auch bei den DG-Fonds Nr. 30, 32, 37 und 39 droht den Kreditgenossen weiteres Ungemach.

Grundsatzurteil?

Für die Sparda, die ebenfalls zum genossenschaftlichen Verbund gehört, ist es indes das erste belastende Urteil. Das Geldinstitut sieht sich zu Unrecht am Pranger und beabsichtigt, in Berufung zu gehen. „Wir gehen davon aus, dass der Kläger bereits durch den Inhalt des damals vorgelegten Prospektes und auch durch nachfolgende Mitteilungen der Fondsgesellschaft hinreichend über das Risiko eines Totalverlustes aufgeklärt worden ist“, erklärte ein Sprecher der Bank gegenüber cash-online.

Während die Kläger-Anwälte von einer Grundsatzentscheidung ausgehen, hat das Urteil nach Einschätzung der Sparda keinen grundlegenden Charakter: „Das Gericht hat die Zeugenaussagen der Ehefrau des Klägers sowie eines Mitarbeiters der Bank gewürdigt, der den Inhalt des Beratungsgespräches nicht mehr in allen Einzelheiten erinnern konnte. Es handelt sich deshalb um eine Einzelfallentscheidung.“ (hb)

Foto: Shutterstock

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3 Kommentare

  1. Nachdem den Anlegern von den Volks-, Raiffeisen- und Sparda-Banken eine sichere Immobilien-Anlage für ihre Altersversorgung versprochen wurde, lösen sich alle Versprechen in ein Nichts auf. Warum wird diesen Geschäftemachern nicht ihre Banklizenz entzogen, damit sie weiteren Schaden nicht anrichten können ? Aber vorher sollten sie ihren geschädigten Kunden die getätigte Anlage zurück zahlen.
    Es fehlen den sog. Managern eben Grundsätze eines ehrenwerten Kaufmanns, Ethik und Moral.

    Kommentar von Ronaldodifra — 31. Dezember 2009 @ 12:52

  2. Schade, dass die Spardabank genauso wenig Einsicht zeigt wie die Volksbanken. Fehler zu machen, das kann jedem passieren – sie nicht einzugestehen sondern anderen anzulasten, das ist einfach nur mies. Gebt den Kleinanlegern, die Euren Aussagen geglaubt haben, dass es eine sichere Altersvorsorge sein solle, doch einfach die Ersparnisse zurück. Das kann doch nicht so schwer sein. “Wir sind das Volk”

    Kommentar von Dr. Reinhardt — 26. November 2009 @ 14:47

  3. Landauf, landab ist zu beobachten, wie Volksbanken/Raiffeisenbanken trotz verlorener Verfahren um die maroden DG Fonds die Geschädigten in Berufungen/Revisionen durch die Gerichte treiben. Die Betroffenen, meist ältere Kunden sollen damit abgeschreckt werden, ihre Rechte weiter zu verfolgen. Diese Gangart sorgt sicher nicht für das erwünschte Vertrauen in weitere Geschäfte von Kunden/Mitgliedern mit ihren Volksbanken und Raiffeisenbanken.

    Kommentar von Rüdiger Stangen — 26. November 2009 @ 12:35

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